Eine Info noch zum Einpressen der Lager:
- das linke (ABS-)Lager ist das "Primärlager", wird also zuerst und bis zum Anschlag eingepresst (das ist easy)
- das rechte Lager wird dann so weit eingepresst, bis der Innenring die Abstandshülse zwischen den Lagern spielfrei berührt ( da muss man aufpassen)
Wer keine Presse oder sonstiges Spezialwerkzeug hat, muss das Lager
entweder mit Gewindestange einziehen
.
oder mit einer passenden Nuss einschlagen
.
In beiden Fällen muss sorfältigst darauf geachtet werden, dass nur der Außenring des Lagers belastet wird und dass das Lager nicht schief eingezogen wird. Unter dem im Bild oben gezeigten Holzklotz sitzt noch (kaum sichtbar) eine alte Lenkkopf-Lagerschale, die den Außendurmesser des Radlagers hat und für korrekte Lagerbelastung sorgt. Kommt das Lager schief (passiert auch mit Gewindestange!), muss es der Hammer mit direkten Schlägen auf die hochstehende Seite des Lageraußenrings richten.
Beim Einsetzen des Sekundärlagers habe ich für die letzten Millimeter (bis zum Kontakt des Innenrings mit der Abstandshülse) die Hammermethode verwendet, weil man mit gefühlvollen Schlägen das Lager im Zehntelbereich voranbringt und nach jedem Schlag das Spiel der Distanzhülse prüfen kann. Mit der Gewindestange würde man "blind" arbeiten.
Eine Regel kann man sich bei Stahlpressung in Alu auch merken: Je wärmer desto besser! Am ungünstigsten verrichtet man einen solchen Lagerwechsel bei einstelligen Temperaturen in der winterlichen Garage. Besser ist Sommer. Und am einfachsten geht es nach Erwärmung des Rades.
Gruß
Karl
Ich glaube nicht, dass ich mich irren kann. Denn als ich glaubte mich zu irren, hatte ich mich geirrt
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Gruß
Karl
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Karl H. am 16.10.2019 17:39.