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Bremsenreiniger - taugt das was ? Twincam-Forum

Bremsenreiniger - taugt das was ? Twincam-Forum

tc-bangkok · seit
tc-bangkok
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Neuer Beitrag 08.06.2005 20:03
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Erbitte Erfahrungsberichte über Bremsenreiniger.

Taugt das was oder sollte man es lieber sein lassen ?

Probleme mit Gummi, Lack, Reifen ?’

Früher benutze man und ich dafür Benzin

Roadkinger · seit
Roadkinger
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Neuer Beitrag 08.06.2005 20:09
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habe ich verwendet allerdings würde ich bei Lack und Reifen aufpassen, zwecks Zerfallserscheinungen...

Das Zeug löst aber wirklich gut ab...

Olds1955 · seit
Olds1955
Gast


Neuer Beitrag 08.06.2005 21:19
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Hallo, habe selber ne Werkstatt und benutze das Zeug tagtäglich. Keinerlei bedenken, außer das es auf Gummiteile "weise" Schlieren hinterläßt. Öl oder ähnliches mit Bremsenreiniger einsprühen, mit Druckluft abblasen und alles ist sauber. Beim Lack nur aus vorsicht nochmal nachwischen, natürlich mit sauberen lappen wegen Kratzer auf Lack.

Gruß Olds

88er ist offline 88er · 301 Posts seit 12.06.2008
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Neuer Beitrag 09.06.2005 00:11
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Hi!

Im Gegensatz zu den Fachleuten hier hab ich nur 8. schuljahr ohne hauptschulabschluss gemacht und das vor allem ohne physik und chemie. Dennoch behaupte ich mal, dass Bremsenreiniger überwiegend Aceton ist, oder täusche ich mich?

Vorteil des Acetons ist meiner einfältigen Ansicht nach, dass es neben hoher Fettlösungskraft hoch flüchtig ist und damit nicht allzu nachhaltig auf die Oberflächen wirkt, insbesondere wenn mans gleich nach der Anwendung nachbearbeitet.

Z.B. Scheibenrad hinten: Ich sprühe es partiell mit Bremsenreiniger ein und reibe es ab. bremsstaub etc sind weg. Dann sprühe ich WD40 auf nen lappen und reibe das rad nomma ab: alles sauber, oberfläche gepflegt. die nächste lage bremsstaub kriegste dann mit nem normalen Tempo weg

Blöde Aufkleber ("Live to ride - ride ..") gehen auch gut damit weg. Auch bekommt man die graue Stoßstange vom alten Winter-GTI damit wieder schwarz, aber nicht lange. Für in Ehren ergraute Kunststoffteile empfehle ich nach wie vor den Heissluftphön, der graue oberflächen in tiefes schwarz verwandelt.

Polierte Felgenbetten wie zB. Fuchsfelgen (geschmiedet) an meinem Auto aus dem Schwabenland: bremsenreiniger drauf und baumwolle zum nachreiben- dann Pflege drauf.Oder:niemals polierte AluFelgenbetten mit Felgenreiniger (säurehaltig!)bearbeiten = sofort matt!

Nagellack geht natürlich auch prächtig runter mit dem Zeuchs!

Im Ernst: Wer seine Felgen oder Bremsscheiben bisken eingesprüht hat mit Bremsenreiniger: Keine Angst um inkriminierte Kunststoffteile oder Gummischläuche - Einfach abreiben und bisken Tiefenpflege (z.B. Sonax) drauf, feddich! Bremsenreiniger ist keine Salzsäure!

Gruss vom 88er Lou

(der, der grad einsam ein Zimmer in Waldeck am Edersee klargemacht hat und Euch vom Treffen dort berichten wird)

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von 88er am 09.06.2005 07:13.

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Neuer Beitrag 09.06.2005 07:20
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nur trinken kann man ihn nicht. fast freitägliche grüsse ff

__________________
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HD-Jack · seit
HD-Jack
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Neuer Beitrag 09.06.2005 09:30
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Yep!

Habe auch es schon mal vorm Winter mit dem Konservieren und einölen etc. übertrieben. Dabei hatte die Vorderratbremsscheibe ein bischen W40 abbekommen.

Im Frühjahr mit Bremsenreiniger drüber und sauberem Putlappen hinterher, ein wenig verdunsten lassen und, wie ich dann nach vorsichtiger Probefahrt feststellte, war alles im grünen Bereich .

Mit freundlichen Grüßen,

Jack



Es sind 106 Meilen bis Chicago, der Tank ist voll, wir haben ein halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel und wir tragen Sonnenbrillen!

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Uli G. ist offline Uli G. · 2798 Posts seit 04.08.2022
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Neuer Beitrag 09.06.2005 21:11
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@88er

Hi Lou,

Bremsenreiniger ist ganz sicher kein Aceton, das Zeug ist nämlich relativ giftig, ruft Schädigung der Leber und der Bauchspeicheldrüse hervor, Hornhautschäden usf.

Aber auch die anderen Lösemittel sind nicht unbedenklich, dafür gibt‘s die (gern übersehenen) Warnhinweise auf den Dosen. Und dann greift das Zeug Gummi sehr wohl an, weswg. man es z.B. nicht auf Gummi-Bremsschläuche sprühen sollte. Die reagieren darauf mit Versprödung, und "Tiefenpfleger" ist auch nicht gerade ein geeignetes Mittel um

a. die langfristigen Schäden zu beseitigen

b. die Stabilität von Gummischläuchen zu erhöhen

Also Anwenden von Bremsenreiniger auf der Bremse=Bremsscheibe oder Trommel, ganz allgemein zum Entfetten von Metallteilen, aber nicht auf Gummi, vorallem nicht auf Bremsschläuchen.

Achtung:

Thermoplaste wie Gummi, PVC, Plexiglas, Polystyrol und einfache

Lackanstriche könnten angelöst werden.

Vor Besprühung Oberfläche auf Verträglichkeit testen !

Ein Auszug aus einem Datenblatt zu Bremsenreiniger

Gruß aus H

Uli

p.s.

Reifenhersteller warnen z.B. auch davor, Bremsenreiniger zum "Entsilikonisieren" neuer Reifen zu verwenden. Gemacht wird‘s in Werkstätten trotzdem, ist ja so bequem.

Man kann sicher sein, daß die Amerikaner die richtige Lösung finden werden.

Nachdem sie alle anderen ausprobiert haben. (Winston Churchill)

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Neuer Beitrag 09.06.2005 22:23
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Hi Uli!

Hätte schwören können, dass das Aceton ist! Siehste, wieder was gelernt, danke!

Wobei ich mir sicher bin, dass etwa dreiviertel von all dem Zeuchs in meiner Bastelbude giftig ist wie z.B. Verdünnung, Lacke, Sprit usw., oder? Ne fette Dosis Startpilot z.B. kann auch was!!

Natürlich behandele auch ich keine Kunststoffteile mit Bremsenreiniger, aber wenn beim Reinigen der Felge z.B. etwas Sprühnebel auf die Reifenflanke oder den Bremsschlauch gerät und ich das gleich abwische, bin ich mir sicher, das beides keinen Schaden nimmt.

Bestimmt gasen , wie beim Reifen auch, die Weichmacher im Laufe der Jahre auch aus den Bremsschläuchen. Der natürlichen Versprödung beuge ich vor, in dem ich sie zweimal im Jahr mit Kunststoffreiniger saubermache und mit Tiefenpfleger abreibe. Eine Verlagerung oder vermehrte Schwammigkeit des Druckpunktes durch "Aufweichen" habe ich bislang nicht festgestellt. Hoffentlich pflege ich nix kaputt .. *grins

Gruß vom 88er Lou

PS: Was ist denn Bremsenreiniger jetzt eigentlich fürn Stoff?

88er ist offline 88er · 301 Posts seit 12.06.2008
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Neuer Beitrag 09.06.2005 23:13
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Uppppsss... hier die Inhaltsstoffe von Genol

Bremsenreiniger aus Austria, entnommen aus dem

EU-Sicherheitsdatenblatt:

Propan/Butan (Treibmittel) 5 -

Uli G. ist offline Uli G. · 2798 Posts seit 04.08.2022
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Neuer Beitrag 09.06.2005 23:42
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Hi Lou,

hast recht, ich hätte nach mehr als nur denen schauen sollen, die ich habe, sind nämlich alle ohne Aceton . Und gesund sind die, wie alle Lösemittel (außer einem organischen, Ethanol/Äthanol, im allg. Sprachgebrauch auch ganz profan Allohol genannt ), nicht. Und zudem während der Anwendung nicht ungefährlich. Aceton hat einen Flammpunkt von -18°C, das gibt bei Raumtemperatur wunderbar zündfähige Gemische, weswg. die Räume (u.a. natürlich auch wg. der gesundheitsschädlichen Wirkungen) während der Anwendung auch gut belüftet sein sollten.

Also sparsam anwenden, lieber einmal mehr den Lappen bemühen und nur die Reste mit Reiniger beseitigen (oder, wie‘s große Werkstätten heute machen, zum Teilereinigen Heißdampfgeräte benutzen)

Gruß aus H

Uli

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Neuer Beitrag 09.06.2005 23:59
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Jau stimmt!

Als Fast-Fünfziger kann ich mich noch an Krankenhausbesuche als Kind beim Opa erinnern. Alles stank nach Äther - die haben den alten Tapperts damals echt mit "Startpilot" die Lampen ausgeknipst! *fettgrins

(mein Oppa ist trotzdem 88 Jahre alt geworden)

Gruß Lou

Uli G. ist offline Uli G. · 2798 Posts seit 04.08.2022
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Neuer Beitrag 10.06.2005 00:53
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Hoffentlich hat er von dem "Startpilot" nicht zu arge Kopfschmerzen bekommen, oder immer eine ausreichende Dosis davon (vom "Piloten", nicht von den Kopfschmerzen ). Das macht sonst beim Absetzen viel "Aua" im Kopf, gar nicht gut .

Gruß

Uli

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HD-Jack · seit
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Neuer Beitrag 10.06.2005 09:20
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Original-Beitrag von 88er:

Hi Uli!

...

Bestimmt gasen , wie beim Reifen auch, die Weichmacher im Laufe der Jahre auch aus den Bremsschläuchen. Der natürlichen Versprödung beuge ich vor, in dem ich sie zweimal im Jahr mit Kunststoffreiniger saubermache und mit Tiefenpfleger abreibe. Eine Verlagerung oder vermehrte Schwammigkeit des Druckpunktes durch "Aufweichen" habe ich bislang nicht festgestellt. Hoffentlich pflege ich nix kaputt .. *grins

Gruß vom 88er Lou

Yep, die Weichmacher etc. in z.B. Bremsleitungen gasen mit der Zeit aus.

Das Material wird spröde, Feuchtigkeit kann somit in die Bremsleitung gelangen (was den Siedepunkt der Bremsflüssigkeit herabsetzt!) und die Bremsleitung kann sich beim Bremsen aufblähen , d.H. der Druck wird nicht unten an die Bremskolben als Anpreßdruck weitergegeben sondern verliert sich etwas in der Leitung. (Die Leitung wird durch den Druck kurzfristig dicker - soll heißen die Bremsflüssigkeit verbleibt in der Leitung, und drückt nicht auf die Kolben.

Beides ist der Bremswirkung nicht gerade förderlich!

Die besagte Feuchigkeit (Wasser) siedet bekanntlich schon bei 100°C. Es verdampft also. Wasserdampf (oder Dampf allgemein) läßt sich aber wesentlich weiter komprimieren als die Bremsflüssigkeit.

Somit auch hier weniger brems...

Ob Du mit Kunststoffreiniger und Tiefenpfleger dem Gummibremsschlauch einen Gefallen tust vermag ich nicht zu sagen.

u.U. sieht das Material ja schön und neuwertig aus, aber in der Tiefe könnte es ja dadurch geschwächt sein!

Und, die UV-Strahlung tut ihr übriges dazu bei!

Also, fahre mit den originalen Leitungen so 5 Jahre (das ist die Lebenserwartung der Gummileitungen) und tausche sie dann gegen eine sogenannte Stahlflexleitung aus.

Wer früher tauscht, kommt eher in den Genuß der Vorteile von Stahlflex Bremsleitungen.

Wer zu spät tauscht, geht ein Risiko ein.

Wie gesagt, 5 Jahre sollten die originalen Leitungen halten. Dann wirds Zeit zu tauschen.

Mit freundlichen Grüßen,

Jack



Es sind 106 Meilen bis Chicago, der Tank ist voll, wir haben ein halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel und wir tragen Sonnenbrillen!

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Neuer Beitrag 10.06.2005 19:38
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Thanks Jack,

so wirds gemacht!

Gruß Lou

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