Mahlzeit

Letzten Sonntag habe ich mal mein aktuelles Angstprojekt begonnen und heute abgeschlossen.
Die Demontage des Nockenwellendeckels....
Man hört ja eigentlich nur 50 - 50.
Sprich die eine Hälfte sagt, muss man alles entlasten zum abmontieren und / oder zumindest zum wieder anbauen...
Aber das ist ja dann doch nochmal ne andere Nummer, ich will zwar eh mal den Motor komplett zerlegen, aber nicht jetzt
Die anderen sagen, abbauen, drauf stecken, fertig
Bei meinem Glück bin ich mal davon ausgegangen, das ich um die Entlastung der Nockenwellen nicht drum herum komme.
Zum testen ect hab ich natürlich noch nichts entlastet, denn das wäre ja Quatsch gewesen.
Mein Plan war, erstmal schauen ob es vllt. klappt und falls nicht, kann ich immer noch oben entlasten.
Man könnte zwar auch in die Zylinderauslässe schauen, wo der Krümmer sitzt, um zu sehen ob das Ventil auf oder zu ist und somit abschätzen wo der Kolben steht, aber ich hab einfach mal drauf los geschraubt.
Also alle Schrauben raus und schon leicht das schwitzen angefangen
Dann mal ganz vorsichtig versucht den Deckel zu bewegen bzw abzuziehen.
Naja was soll ich sagen, ging wie Butter
Also noch leichter hätte es echt nicht gehen können.
Da ich echt etwas verwundert war, hab ich ihn gleich nochmal versucht drauf zu stecken um zu sehen was da passiert...
Ging genauso einfach
Da war wirklich NULL Kraft oder Gewalt nötig.
Der Deckel ließ sich so einfach entfernen und montieren wie der auf der anderen Seite von der Kupplung / Antrieb
Hatte ich scheinbar Glück bei der Sache.
( Ich hoffe jetzt natürlich nicht das einer von euch schreibt "das darf nicht so einfach gehen, da muss was kaputt sein usw

, aber ich denke das passt schon )
Den Deckel hab ich dann abgeklebt und die Entlüftungsschraube entfernt, damit ich auch anständig flexen kann.
Alles sauber bis aufs kleinste Stück entfernt und verschliffen.
Sah bis dahin schon verdammt gut aus, denn mir hat das riesige Chromteil nie wirklich gefallen und erst recht nicht, nachdem ich das Pulleycover weg gelassen habe.
Den Deckel hab ich dann genauso mattiert wie den Kupplungsdeckel.
Da ja jemand nach einer Art Anleitung gefragt hat,
Ich habe die Stellen, an denen ich das Kupfer sehen wollte mit der Metallfeile bearbeitet, das geht schneller und leichter.
Den Rest habe ich dann angefangen mit 60er Papier zu schleifen.
Verwendet habe ich die Dreiecke eines Winkelschleifers, damit kommt man besser in die Ecken.
Nachdem alles sauber zerkratzt war

hab ich mit einem 120er weiter gemacht und zwar so lange bis mir die gesamt Optik am besten gefallen hat.
Zum Schluß dann einfach mit einem feinen Schleiffließ so lange drüber bis man den gewünschten Effekt hat.
Insgesamt hat mich das schleifen heute ca 2 - 3 Std gekostet.
Dauert halt recht lange, da alles per Hand gemacht wird, ohne elektronische Hilfsmittel.
Das Ergebnis lässt sich definitiv sehen.
Finde ich sehr geil so.
Wie überall noch eine neue Dichtung verbaut, die Schrauben gesäubert und neu mit Loctite und dem passenden Drehmoment angezogen.
Perfekt
Macht gleich eine ganz andere Optik.
Als Nächstes kommen dann die neuen Ölschläuche.
Die muss bzw will ich aber unter dem Moped verlegen und dazu muss mein Spannungsregler wo anders hin, da muss ich mir noch was überlegen

aber das klappt schon
Bis dahin, schönen Feiertag.
Grüße