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Geschrieben von Uli G. am 20.07.2018 um 21:02:

RE: Getriebeöl Formula+

Wenn es nur um das Nachfüllen geht, gehört genau das Öl rein, was zuvor eingefüllt war!

Wenn "Formula+" drin ist, gehört das mit dem gleichen Öl aufgefüllt.

Wenn ein 20W-50 drin ist, kann ein anderes 20W-50 verwendet werden, denn die sind sicher untereinander mischbar, und das "schlechtere" Öl bestimmt die resultierenden Eigenschaften.

Auch wenn das "Formula+" den 20W-50 Specs entsprechen sollte (der Viskosität!), dürfte es kaum bzgl. der Additive mit einem Motoröl überein stimmen.

Ergo:

Wenn "Formula+" drin ist, die gleiche Soße wieder rein.

Wenn ein geeignetes Motoröl drin ist, kann mit Motorölen gleicher Specs wieder aufgefüllt werden.

Wobei ich mich frage, warum in Getriebe o. Primär Öl nachgefüllt werden muss, da gibt es definitiv keinen Verbrauch (außer bei Milwaukee 8 Augenzwinkern).

Grüße

Uli

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Geschrieben von ragetti am 20.07.2018 um 21:18:

RE: Getriebeöl Formula+

Leutchen wir werden wohl alt.

Die Frage war nur ganz einfach was das für eine Plörre ist, nicht was ich nehmen soll oder nehmen könnte. Falls ich, was ich annehme Getriebeöl nachfüllen muss, will ich keinen Ölwechsel nach nur 500km machen, denn das ist die Laufleistung seither, sondern wirklich nur nachfüllen bis dass der eigentliche Wechsel irgendwann mal erforderlich ist und das mit einem Öl das dazu passt. Ab dann bin ich eh weg von den Harley-Ölen, eine Company die nicht mal in der Lage ist sein Öl zu kennzeichnen, findet in mir keinen Käufer von Ölen.

Ich freue mich schon auf das neue Moped und hoffe dass ich das Moped morgen ummelden kann, auch wenn die ersten Erkenntnisse von der Company und dem Dealer mehr als ernüchternd waren. Der Vorbesitzer kann nix dafür , er war Besitzer und kein Schrauber.

Zuerst bemerkte ich, dass die Karte für die ABE der Kesstech nicht zum Moped passte, da hat der Dealer dem Vorbesitzer die Karte einer Dyna ausgehändigt anstatt einer Road Kind,  aber da war Fa.Kesstech sehr kulant und sehr schnell, habe schon die richtige Karte nach nur 3 Tagen erhalten. Zum Glück kam der Besitzer bisher nie in eine Kontrolle, als ich es ihm erzählte war er etwas bleich geworden.

Noch ein Punkt, der Kupplungszug war von der Company auch falsch und zu stramm verlegt , so dass es Lackabriebe am Rahmen gab, das ist nun auch erledigt.

Noch viel schlimmer, der Dealer hat den Kabelsatz der Kesstech so stramm am Lenker verlegt, dass dieser wohl bald executiert worden wäre, die nötigen 10cm lagen fälschlicherweise um die Batterie herum und beim Abschließen des Lenkradschlosses würde es schon sehr spannend Stramm.

Vielleicht bin ich zu empfindlich als ehemaliger Q-Leiter, aber solcher Murks rächt sich irgendwann.

Beim Getriebeölstand werde ich morgen nochmal schauen, da ich im senkrechten Stand und nicht auf dem Seitenständer gemessen habe. Falls ich doch nachfüllen muss wird es wohl ein mineralisches 20/50 werden.

Als nächstes werde ich den Frontfender mit Schwerfolie innen auskleiden, da diese wohl seit Entfall der Sicke vor ein paar Jahren furchtbar scheppern , und das sogar im Stand bei leichtem Klopfen, ab einer bestimmten Geschwindigkeit fallen die in eine Resonanzfrequenz und es hört sich grausam an, es wäre schon wünschenswert wenn Harley bei der geplanten Verlagerung nach Europa auch Qualitätsingenieure zur Absicherung vorsieht. Ich bin bisher nur die 80km Überführungsfahrt gefahren, dafür ist die Liste der Optimierungsansätze schon erstaunlich lang geworden.

Ok vermutlich bin ich da durch meine berufliche Vorgeschichte vorbelastet, aber das gleiche Prozedere hatte ich vor 11 Jahren schon mal mit meiner Heritage durchgemacht. Egal, ich freue mich und ich mache das gerne.



Viele Grüße aus dem schwäbischen Teil des Nordschwarzwaldes

Rolf

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viele Grüße

Rolf


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Geschrieben von silent grey am 20.07.2018 um 21:57:

RE: Getriebeöl Formula+

Hi, 

unabhängig von den Ölen schafft man(n, Frau natürlich auch) mit einer Harley ja stets eine mehr oder weniger große Baustelle an, wo es entweder konstruktive Unzulänglichkeiten auszumerzen gilt, oder einfach nur Verschlimmbesserungen vorzunehmen.

Herzlichen Glückwunsch zur Neuen 

Gruß, silent 


Geschrieben von nighttrainknox am 20.07.2018 um 23:07:

RE: Getriebeöl Formula+

Auf jeden Fall viel Spaß mit Deiner Road King, Rolf!

Freut mich, dass Du was gefunden hast. Die Unzulänglichkeiten bekommst Du hin🥰👏

Gruß

Steffen


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Gruß

Steffen


Geschrieben von Black Roadking am 21.07.2018 um 09:09:

RE: Getriebeöl Formula+

Rolf,

Noch ein Off-Topic Kommentar....

Ich seh‘s ähnlich wie Peter, wobei ich persönlich technische Optimierungen (berufsbedingt) wesentlich spannender und sinnvoller finde, als den Anbau von nem Haufen "Bling-Bling"...

Unzulänglichkeiten, welcher Art auch immer, sind voll einkalkuliert, sonst würde ich ein Moped fahren, dass super bremst & beschleunigt, über ausreichend Schräglagenfreiheit verfügt ohne zu Kratzen, billiger und beim Einparken leichter zu manövrieren ist.

Also nimm‘s sportlich, hast ja jetzt Zeit....

Freue mich auf unsere erste gemeinsame Ausfahrt.



Gruß aus dem Nordschwarzwald.
Dirk

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Geschrieben von Ludi1550 am 21.07.2018 um 09:10:

RE: Getriebeöl Formula+



http://easyrider.easyrider.com/syn3.htm

erklärt vielleicht etwas

Gruß Michael


Geschrieben von Uli G. am 22.07.2018 um 00:34:

RE: Getriebeöl Formula+

Nochmal, ganz einfach (auch für ehemalige Qualitymanager verständlich 😜):

Kein Hersteller ist gezwungen, sein für den spezifischen Schmierbereich zu verwendendes Öl mit ansonsten gebräuchlichen Kennzeichnungen zu versehen. Das kann ein Hersteller machen, muss er aber nicht! 🥰

Wenn ein H-D "Formula+" im Getriebe u./o. Primär verwendet wurde, ein speziell für den Einsatz in Getriebe und Primär (Motorrad)herstellerspezifisches, geeignetes Öl, mit ziemlich sicher entsprechend dem Einsatzweck enthaltenen Additiven, gehört ganz einfach das gleiche Öl wieder rein (wenigstens beim Nachfüllen, nicht beim kompletten Wechsel), und ob das Öl eine "20W-50" Spec erfüllt, o. auch nicht, ist dabei völlig unerheblich.

Die Specs, soweit bekannt (kein Hersteller ist gezwungen  ....) sind Dir genannt worden, und Harley mag eben das Formula+ im Primär u. Getriebe, o.a. das Syn3 in allen Löchern, was bei 2016er TC normal sein sollte (nur musst Du dazu den Dealer befragen, hier weiß das keiner, was der ev. eingefüllt hat).

Ein Syn3 ist, lt. H-D, ein 20W-50 Motoröl (amerikanisch "Full Synthetic", nach deutschen u. japanischen Anforderungen nur teilsynthetisch), das auch Anforderungen hinsichtlich Kupplungsrutschen erfüllt, und zusätzl. wohl auch harleyeigene Ansprüche an Getriebe- u. Primäröl, und ist somit für "all three holes" geeignet, genauso (folgerichtig) wie jedes Öl eines anderen Herstellers, das den gleichen Viskositätsspezifikationen entspricht, und darüber hinaus (denn Viskosität ist nur der kleinste gemeinsame Nenner!) auch noch Eigenschaften bzgl. Kupplungsrutschen/~rupfens und Getriebeschmierung erfüllt (womit jedes Öl jeden Herstellers, das die Viskositätskriterien erfüllt und für ein Japsenmoped -mit Ölbadkupplung, Lima im gleichen Öl, Getriebe im gleichen Öl etc, geeignet ist smile)! .

Die simple Reduktion eines Öles auf seine Viskosität(sspanne) -Teil Deiner Frage- ist ebenso simpel "Bullshit"! 😁

Für Getriebeöle gelten andere, anders ermittelte Viskositätszahlen, als für Motoröle. Man kann diese vergleichen, nur bedeutet das nicht, das ein "20W-50" Motoröl absolut identisch mit einen 75W90 Getriebeöl, o.ä. ist, und das schon gar nicht, wenn nur die Viskosität zufällig übereinstimmend ist. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, daß es allein mehrere verschiedene Viskositätsklassifizierungen nur für Getriebeöle gibt (SAE J 306 - Automotive, DIN 51512 - KFZ, DIN 51519 - Industrie (um nur die wichtigsten zu nennen, ...).

Und mischen sollte man Motoröle und Getriebeöle vorzugsweise nicht!

Grüße

Uli

PS

Entschuldige bitte, wenn ich etwas sarkastisch rüber komme, aber ich mache fast nur noch Geräteleistungsprüfungen im Pharmabereich (u. im "Ölbereich"), und (ohne Dir zu nahe treten zu wollen) bin immer wieder (seit Jahrzehnten) bass erstaunt über die Ahnungslosigkeit von Q-Managern. Hab ich grad die letzten 14 Tage bei einer namhaften Pharmafirma in B erlebt, wo man mir nicht erklären konnte, woher man die zulässigen Grenzwerte in der SOP hatte (deren Einheiten weitgehend nicht mit denen des spezifischen Geräteherstellers überein stimmten, sondern unreflektiert von denen eines anderen Herstellers übernommen worden waren, genauso, wie auch die zul. Grenzwerte selbst 🫤🥷),

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Geschrieben von zebru am 22.07.2018 um 11:36:

RE: Getriebeöl Formula+

Das Syn 3 besteht aus Hydro-Crack Grundöl der Gruppe 3 und darf in D nicht als Synthetik beworben werden. HC soll hochwertiger in seinen Eigenschaften sein als Mineralöl, entspricht aber weiterhin der Molekularstruktur des Rohöls. Weil Fahrzeughersteller wenig Interesse an hohen Laufleistungen haben, werden i.d.R. Viskositätsklassen vorgegeben, bzw Öle deren Erzeuger Sponsoring unterstützen oder anderweitig geschäftlich verbandelt sind. Freigaben sind Mindestanforderungen mit Luft nach oben. Mit der Ausnahme von Vollsynth.Ölen welche 100% Kohlenwasserstoff gesättigt sind, altern (oxidieren) alle Öle, was für Wenigfahrer mit mehrjährigen Ölwechselintervallen wichtig sein kann. Die Ölwerbung verwendet gern Wortverbindungen mit Synthese, was erlaubt ist.

VG zebru


Geschrieben von Karl H. am 22.07.2018 um 12:07:

RE: Getriebeöl Formula+


zebru:

...Weil Fahrzeughersteller wenig Interesse an hohen Laufleistungen haben, werden i.d.R. Viskositätsklassen vorgegeben...
Danke für Deine Ausführungen! Nur den Satz oben habe ich nicht verstanden. Mir ist nur bekannt, dass Fahrzeughersteller sehr niedrigviskose (Leichtlauf-)Öle vorschreiben, weil sie CO2-Ziele einhalten müssen. Dabei müssen evtl. kleine Kompromisse im Verschleißschutz gemacht werden. Meinst Du das damit?

__________________
Gruß
Karl


Geschrieben von zebru am 22.07.2018 um 21:01:

RE: Getriebeöl Formula+

Ja Karl, so ähnlich. Zum schnellen durchölen des Motors nach dem Start ist ein niedrig viskoses Öl super, welches mit zunehmender Temp. molekular dick-und zähflüssiger wird. Der Einsatz dünnflüssiger Öle (0 W-....; 10W-....)setzt hohe Präzision auch der Lagerluft und Einbauspiele voraus, die bei Harley nicht konstant sind und eine zu große Streuung ausweisen. Die Versorgungssysteme, Durchm. der Ölführung, Pumpenleistg. , Filterung etc. entsprechen der jeweiligen Viskositätsempfehlung.

Die Viskositätsspreizung wird mittels Additive erzeugt und stellt kein Qualitätsmerkmal dar. Nur die Standfestigkeit der Viskositätsspreizung, Wirksamkeit von Additiven, weiterer Verbesserer sowie therm.Stabilität ist ein Qualitätsmerkmal. Beim Vollsynth. Grundöl (Gr.4), dessen Molekularstruktur für den jeweiligen Einsatz designt wird, sind diese Voraussetzungen gegeben.

VG zebru