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Geschrieben von Franziskaner am 11.09.2016 um 15:30:

Hilfsbereitschaft , Gemeinschaft

Gestern fand meine Tour durch das Münsterland auf der Rückfahrt ein jähes Ende in Münster durch einen Plattfuß . Später Nachmittag , Harley-Händler und Reifenstationen
längst schon im Wochenende . Was nun ?
Einige Mopedfahrer passierten interessiert wegen der Warnblinkbeleuchtung . Schließlich stoppte ein Harleykollege und fragte , ob er helfen könne .
Nach kurzer Beurteilung der Situation bot er an , seinen Anhänger zu holen , um mich nach Hause zu tranportieren . Während ich noch überlegte , ob ich das überhaupt
annehemen könnte - immerhin ca 40 km einfache Fahrt und das am späten Samstagnachmittag - , war er schon weg .
Kurze Zeit später hielt ein weiterer Harley-Kollege und bot an loszufahren , um ein Pannenhilfsset zu besorgen .
Zwischenzeitlich traf der erste Helfer mit seinem Gespann ein und wir beschlossen , mit der Verladung noch etwas zu warten . Würde der Kollege mit dem Pannenset überhaupt
wiederkommen ? - ja , ich war mir absolut sicher !
Und so war es auch . Also Reifen mit Pannenschaum befüllt und sofort los . Tatsächlich konnte ich bei langsamer Fahrt ohne weitere Zwischenfälle bis nach Hause juckeln .

Es ist für mich eine tolle Erfahrung , dass unter uns tatsächlich Motorradfahrer sind , deren Gemeinschaftssinn weit über den üblichen Gruß bei der Vorbeifahrt hinaus geht !
Das Erlebnis Motorradfahren vermittelt bei der praktizierten Kameradschaft , wie ich sie erfahren durfte , noch mehr Freude .

Nochmals möchte ich mich ganz herzlich bei den beiden Harley-Kollegen für ihre Hilfe bedanken .

Franziskaner


PS an die Nothelfer : es wäre schön , wenn ihr euch hier über das Forum bei mir melden würdet . Gerne würde ich euch als kleines Dankeschön zu eine Ausfahrt inkl. Imbiss einladen .
Mit solchen Mitfahrern ist man natürlich sehr gerne unterwegs !


 


Geschrieben von cb750 am 11.09.2016 um 17:04:

Das nenne ich ein schönes Feedback über Hilfsbereitschaft.Freude
Ich habe auch schon einigen Kollegen geholfen, wobei die Marke des Mopeds egal ist.

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CB750
Nur wer gegen den Strom schwimmt, kommt zur Quelle.


Geschrieben von Rockwell am 11.09.2016 um 17:47:

Moin,
ich finde das gehört sich so. Und zu meiner Jugend, also 15-20 Jahre her, war es selbstverständlich einem Biker aus einer misslichen Situation zu helfen.

In einem Ducati Forum haben wir mal eine Not- Telefonliste erstellt. Die war nach Postleitzahlen aufgeteilt, wer wollte konnte sich dort eintragen, incl dem was er anbieten konnte/wollte, zB Hänger vorhanden, Garage, Werkzeug.
wenn man ne Panne hatte, konnte man beim nächstgelegenen sein Glück versuchen. Das ganze war unverbindlich. Wenn jemand helfen konnte ok, wenn nicht, weil zB gerade unterwegs oder was auch immer, auch ok. Fand ich ne prima Sache.
Vielleicht auch für hier ne Idee

Gruss
Robert

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Geschrieben von Mondeo am 11.09.2016 um 19:13:

Tolle Erfahrung. Jetzt könnten wir uns ja alle bei dir melden für den Imbiss großes Grinsen


Geschrieben von mitroxx am 11.09.2016 um 19:23:

Schön, dass hier ein solches Erlebnis - zuerst mit Frust wegen Plattfuss, dann mit adäquater Hilfe gelöst - gewürdigt wird. Trotzdem, solche Hilfe ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich.
@Franziskaner: Danke für den Beitrag. 

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Geschrieben von grafschafter am 11.09.2016 um 19:46:

Schön, dass es so etwas noch gibt. Gaaanz früher gab es mal den gelben Schal, den man an den Lenker gebunden hatte, wenn man als Motorradfahrer Hilfe benötigte. Zwei Groschen, später drei, für die Telefonzelle waren obligatorisch in der Jackentasche.

Heute gibt es Warnblinkanlage und Smartphone... ist schon wesentlich einfacher, Hilfe zu erhalten.

Trotzdem schön zu lesen, dass es immer noch Biker gibt, die mitdenken, anhalten und agieren...
Danke für den Beitrag.

Gruß
Uwe


Geschrieben von cb750 am 11.09.2016 um 20:20:

@Grafschafter
Schön, dass es so etwas noch gibt. Gaaanz früher gab es mal den gelben Schal, den man an den Lenker gebunden hatte, wenn man als Motorradfahrer Hilfe benötigte. Zwei Groschen, später drei, für die Telefonzelle waren obligatorisch in der Jackentasche.


Den habe ich noch...Freude

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Geschrieben von Defcon am 12.09.2016 um 10:50:

Finde nicht wenn jemand Hilfe benötigt das man dazu Schrauberkenntins haben muss , es gibt ja  auch Menschen ohne Handy und eventuell würde ein Telefonat schon reichen.

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Geschrieben von bestes-ht am 12.09.2016 um 11:13:

Stimmt..... mir hat schon der Tip gereicht an der nächsten Kreuzung in Slowenien nach links zu fahren, denn in dieser Richtung kam nach einigen hundert Metern die nächste Tankstelle (ebenfalls Platten).

Und was soll ich sagen, ich durfte feststellen, dass Pannenspray außerordentlich gut funktioniert. Und dass obwohl ich die in Slowenisch geschriebene Bedienungsanleitung/Vorgehensweise nicht lesem konnte. 

Habe Reifen/Schlauch noch immer nicht gewechselt, obwohl ich Erstaz dabei hatte. großes Grinsen               

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Wir werden nicht grau, wir werden chrome....

Wo gehstn hin? Motorrad fahren. Warst du doch gestern erst. Ja, bin aber nicht fertig geworden..... fröhlich fröhlich fröhlich


Geschrieben von George am 13.09.2016 um 00:14:

Mir wurde schon oft geholfen on the road. Ist zwar schon was her und es hatte teilweise auch mit der Unzuverlässigkeit meiner Moppeds zu tun, aber im nachhinein bin ich dankbar dafür, denn ich habe so Kontakte geknüpft mit Menschen, die seit vielen Jahren meine Freunde sind.
Ein tolles Gefühl, wenn man irgendwo steht und notdürftig versucht, seinen Bock wieder zusammenzusetzen und es hält neben dir ein Biker, der dir ohne wenn und aber seine Hilfe anbietet.
Ich selber hab auch schon ein paar Leuten aus der Patsche helfen können und sei es nur mit ein paar Tropfen abgezapftem Benzin oder einem Stück Draht aus der Satteltasche.
Mnachmal sind es auch ganz profane Dinge, die weiterhelfen, deswegen halte ich auch an, wenn ich kein Werkzeug dabei habe.

Nur in einer großen Gruppe, die gerade in Fahrt ist, ist ein Anhalten manchmal schwierig oder hinderlich oder je nach Gruppenzusammensetzung auch gefährlich.

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