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Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme
Moin Gemeinde,
Stehe hier am Strassenrand und warte auf den ADAC.
Vertreibe mir mal die Zeit und frage mal die Spezis was es sein könnte...
Bin ca. 80 km problemlos gefahren.. Plötzlich wird der Auspuff irgendwie noch lauter...Ein km weiter merke ich, dass die Maschine das Gas nicht mehr vernünftig annimmt.. Blick auf die Tankanzeige.. 1/4 voll.
Berghoch kommt sie kaum aus dem Quark und hat 3, 4 Fehlzündungen... Fahre rechts ran und überprüfe Zündkabel.. alles ok...
Starte wieder.. Ganz schlechte Gasannahme, Fehlzündungen...
Kiste aus.. ADAC angerufen...
Die kommen in 2 bis 3 Stunden 😀
Hat einer eine Idee???
Danke und Gruß
Mike
RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme
Hi,
wenn schon kein Profil einsehbar ist, aus dem Typ und Alter sowie Individualisierungsmassnahmen des Mopeds entnommen werden können, sollten sie zumindest im aktuellen Anliegen beschrieben sein.
Mein Ansatz ohne Kenntnisse über das Moped wäre aus dem Stand eine nicht funktionierende Tankentlüftung.
Gruß, silent
__________________
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RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme
Hallo Michael,
Softail 2003 dürfte Vergaser sein? Batterie scheint in Ordnung zu sein, da Du ja nochmal anlassen konntest. Ein häufiger Übeltäter ist der Circuit Breaker (40A Bimetallsicherung). Das Ding ist bei der Softi m. W. unter der Sitzbank zu finden. Auch am Sprit kann es liegen, wenn der Unterdruckschlauch zum Benzinhahn beschädigt ist.
Nachtrag: Auch eine gerissene Membran im CV-Vergaser ist denkbar...
Gruß
Karl
Ich glaube nicht, dass ich mich irren kann. Denn als ich glaubte mich zu irren, hatte ich mich geirrt
__________________
Gruß
Karl
Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme

RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme
silent grey:
Hi,
wenn schon kein Profil einsehbar ist, aus dem Typ und Alter sowie Individualisierungsmassnahmen des Mopeds entnommen werden können, sollten sie zumindest im aktuellen Anliegen beschrieben sein.
Mein Ansatz ohne Kenntnisse über das Moped wäre aus dem Stand eine nicht funktionierende Tankentlüftung.
Gruß, silent
Sorry silent grey,
Du hast natürlich völlig recht! Hatte ganz vergessen genau anzugeben, was für ein Model hier rumzickt. War einfach zusehr mit der Thematik beschäftigt!
Also, es ist eine 2003 Heritage Softail Classic.. Vergaser!
Das gute Stück hat beim Vorbesitzer mehr gestanden als es gefahren wurde. Habe die Maschine im letzten Dezember mit 17.000 km übernommen.
Öle wurden im Januar alle neu gemacht.
Letzte Woche habe ich noch die Zündkerzen gewechselt.... ?
Durch das lange stehen wäre auch eine Vermutung Rostpartikel aus dem Tank die jetzt den Benzindurchfluss behindern (Schläuche, Vergaser) Wäre das eine Möglichkeit?
Danke und Gruß
Mike
Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme
Road King Kong:
Keine Power und Fehlzündungen hatte ich auch mal, war aber keine Harley. Es war das Ventilspiel zwischen Kipphebel und Ventil, bei der konnte man das wieder einstellen.
Kleine Geschichte zum Zeitvertreib bis der ADAC kommt.
Das war auf der I 90 bei Cleveland dort wo der Highway nahe am See verläuft. Dann ist mir genau nach einstellen der Ventile als ich das bit rais ziehen wollte das Imbusschlüssel Bit in den Steuerkettenschacht gefallen. Shiiiiit !!! Der ist mehr als 50cm tief ...(Virago 1000)
Die in der Werkstatt hatten nichts um das wieder raus zu kriegen. Sowas wie ADAC hatte ich da nicht. und man kann von der Tankstelle nicht raus, weil es eine Toll Road ist. Mann hab ich geflucht, wie blöd muss man sein und ein BIT benutzen.... na ja hatte da glauch ich halt nix anders.
Ich war sehr nahe dran den Krempel zu zuschrauben und einen Motorschaden zu riskieren.
Nach einigen Versuchen und gleichzeitig überlegen was ich nun machen soll, errinnerte ich mich plötzlich, dass ich einen dünnen Gummischlauch dabei habe und dann die zündende Idee, die Sechskantverlängerung der Bit Werkzeuge hat ein Neodym Magnet drin, Also raus geschlagen das Teil und in den Schlauch gesteckt passte, konnte nich raus fallen, Dann habe ich erst mal ein paar Stunden gefischt.
Schlauch rein, klack...ziehen, plonk... Shit ! Nach unzähligen Versuchen, wollte das blöde Ding dann endlich raus kommen. Das ganze passierte nach einem 2000 Km am Stück Marathon von Wyoming, (ausser Tanken natürlich).
Ein kleiner Magnet und ein Gummischlauch retten mich vor einem 1100 Kilometer Marsch nach Boston.

Ich hoffe es ist nichts schlimmes viel Glück
RKK
Hallo RKK,
MacGyver läßt grüßen.. Man gut, dass Du auf diese Idee gekommen bist und damit den sicheren Motorschaden und die 1100km Fußmarsch eingespart hast.
RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme
silent grey:
Hi,
wenn schon kein Profil einsehbar ist, aus dem Typ und Alter sowie Individualisierungsmassnahmen des Mopeds entnommen werden können, sollten sie zumindest im aktuellen Anliegen beschrieben sein.
Mein Ansatz ohne Kenntnisse über das Moped wäre aus dem Stand eine nicht funktionierende Tankentlüftung.
Gruß, silent
RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme
So, nachdem der ADAC mich angerufen hat und mir gesagt hat, dass es noch ca. 2 Std. dauern kann 🤬, habe ich das Thema jetzt abgebrochen.
Durfte hier in HH, -wo meine Maschine Ihren Dienst quittierte-, das gute Stück in die Tiefgarage verbringen.. - Es gibt noch nette Leute 🥰
Das nächste Taxi angehalten und jetzt ab nach Hause! Hab auch echt kein Bock mehr..
Der Taxifahrer hat sogar ein Ladekabel für mein Handy, so dass ich jetzt auch wieder genug Power habe um hier zu schreiben 😜und mir schon mal ne Pizza nach Hause zu ordern.
Jetzt muss ich mal überlegen, was ich morgen an Werkzeug und Ersatzteilen mitnehmen sollte.. (Ok, so viel Ersatzteile habe ich (noch) gar nicht..
Zündkerzen und Zündkabel kann ich noch einpacken.. Werkzeug sowieso..
Brauche also immer noch Tipps von Euch um mich entsprechend vorzubreiten.
Frage ist, wie geht es weiter wenn das nicht fruchtet? Muss das gute Stück dann irgendwie in meine Garage bekommen... (ADAC?? 🫤 )
DANKE und Gruß
Mike
RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme
Hi Mike,
Rost im Tank halte ich für eher unwahrscheinlich, denn so schnell rostet ein Tank nicht. Dem europäischen Sprit sind Additive zugemischt, die Korrosion größtenteils verhindern. Eher wäre es die Innenbeschichtung des Tanks, die sich auflöst und den Filter des Benzinhahnes verstopft. Das lässt sich immerhin leicht kontrollieren, denn aus dem Sprithahn müsste, bei abgezogenem Schlauch, der Sprit munter fließen.
Wenig gefahren? Lange Standzeiten? Dann ist auch denkbar, daß im Versager
durch Korrosion "Dreck" vorhanden ist, der eben mal Düsen verstopft und für schlechten Lauf sorgt.
Dann könnten noch das Manifold an den Anschlüssen zum den Zylinderköpfen undicht sein. Laufen lassen mit Standgas, Bremsenreiniger auf die Nähte sprühen und schauen, ob sich dabei die Drehzahl ändert.
Zündkerzen ersetzt? Einfach mal die alten reinschrauben und gucken, ob sich nicht (mindestens) eine der neue Kerzen beim Einbau verabschiedet hat, wäre nicht das erste Mal.
....
Grüße
Uli
=Most motorcycle problems are caused by the nut that connects the handlebars to the saddle=
=Ich weiss, daß die Stimmen, die ich höre, nicht echt sind. Trotzdem haben sie manchmal gute Ideen=
=Man kann nicht alles ldiotensicher machen. Immer wenn man‘s probiert, machen sie einfach bessere ldioten=
Must see: Luftfahrtmuseum Hannover
RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme
Uli G.:
Hi Mike,
Rost im Tank halte ich für eher unwahrscheinlich, denn so schnell rostet ein Tank nicht. Dem europäischen Sprit sind Additive zugemischt, die Korrosion größtenteils verhindern. Eher wäre es die Innenbeschichtung des Tanks, die sich auflöst und den Filter des Benzinhahnes verstopft. Das lässt sich immerhin leicht kontrollieren, denn aus dem Sprithahn müsste, bei abgezogenem Schlauch, der Sprit munter fließen.
Wenig gefahren? Lange Standzeiten? Dann ist auch denkbar, daß im Versagerdurch Korrosion "Dreck" vorhanden ist, der eben mal Düsen verstopft und für schlechten Lauf sorgt.
Dann könnten noch das Manifold an den Anschlüssen zum den Zylinderköpfen undicht sein. Laufen lassen mit Standgas, Bremsenreiniger auf die Nähte sprühen und schauen, ob sich dabei die Drehzahl ändert.
Zündkerzen ersetzt? Einfach mal die alten reinschrauben und gucken, ob sich nicht (mindestens) eine der neue Kerzen beim Einbau verabschiedet hat, wäre nicht das erste Mal.
....
Grüße
Uli
=Most motorcycle problems are caused by the nut that connects the handlebars to the saddle=
=Ich weiss, daß die Stimmen, die ich höre, nicht echt sind. Trotzdem haben sie manchmal gute Ideen=
=Man kann nicht alles ldiotensicher machen. Immer wenn man‘s probiert, machen sie einfach bessere ldioten=
Must see: Luftfahrtmuseum Hannover
RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme
Hallo Mike,
hast Du auch meine Tipps gelesen? Dann weißt Du ja, dass beim Abziehen des Benzinschlauchs kein Tropfen Benzin rausläuft, weil der Benzinhahn nur bei drehendem Motor durch Unterdruck auf macht. 
Gutes Gelingen!
Gruß
Karl
Ich glaube nicht, dass ich mich irren kann. Denn als ich glaubte mich zu irren, hatte ich mich geirrt
__________________
Gruß
Karl
RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme
Hi,
ob es die Tankbelüftung über den Deckel ist, kannst Du prüfen indem, der Deckel direkt nach so einem Ereignis aufgeschraubt wird. Wenn die Belüftung dicht ist, wird es bei dem erfolgenden Druckausgleich ein leicht zischendes Geräusch geben.
Dem durch eine verstopfte Tankbelüftung entstehenden Unterdruck hat der Membranbenzinhahn nicht genügend Power entgegenzusetzen, um ausreichende Kraftstoffmengen für die notwendige ‘Betriebsfüllung‘ der Schwimmerkammer im Vergaser bereitzustellen.
Nachdem Du die Daten und Umstände nachgereicht hast, ergeben sich durchaus andere Quellen für die Störung.
Neben der Bimetallsicherung, den Gummis vom Ansaugflansch und dem (unterdruckgesteuerten) Benzinhahn denke ich in erster Linie an interne Probleme des Vergasers.
Nach der beschriebenen, langen Standzeit können sich dort etliche Ablagerungen gebildet haben, die sich jetzt im Betrieb lösen und Düsen verstopfen oder das Schwimmernadelventil blockieren.
Mein Ansatz wäre nach der beschriebenen, langen Standzeit ein ‘Rundumschlag‘: Vergaser ausbauen, zerlegen und im Ultraschallbad reinigen. Vergasermembran auf Sprödigkeit/Rissbildung prüfen und ggf.austauschen.
Da der Vergaser nun schon mal runter ist, wäre es durchaus angebracht prophylaktisch die Gummidichtungen vom Ansaugflansch zu erneuern, sowie die Unterdruckleitung, mit der der Benzinhahn angesteuert wird.
Ich vermute, daß nachsolch einer ‘Kur‘ alles wieder im Lot ist.
Gruß, silent
__________________
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RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme
Karl H.:
Hallo Mike,
hast Du auch meine Tipps gelesen? Dann weißt Du ja, dass beim Abziehen des Benzinschlauchs kein Tropfen Benzin rausläuft, weil der Benzinhahn nur bei drehendem Motor durch Unterdruck auf macht.
Gutes Gelingen!
Gruß
Karl
Ich glaube nicht, dass ich mich irren kann. Denn als ich glaubte mich zu irren, hatte ich mich geirrt
RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme
Eisenbiker:
...Wenn das mit Unterdruck funktioniert, könnte ja auch der Füllstand des Tanks entscheident sein. Werde also auch mal meinen Benzinkanister einpacken...
__________________
Gruß
Karl
RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme
silent grey:
Hi,
ob es die Tankbelüftung über den Deckel ist, kannst Du prüfen indem, der Deckel direkt nach so einem Ereignis aufgeschraubt wird. Wenn die Belüftung dicht ist, wird es bei dem erfolgenden Druckausgleich ein leicht zischendes Geräusch geben.
Dem durch eine verstopfte Tankbelüftung entstehenden Unterdruck hat der Membranbenzinhahn nicht genügend Power entgegenzusetzen, um ausreichende Kraftstoffmengen für die notwendige ‘Betriebsfüllung‘ der Schwimmerkammer im Vergaser bereitzustellen.
Nachdem Du die Daten und Umstände nachgereicht hast, ergeben sich durchaus andere Quellen für die Störung.
Neben der Bimetallsicherung, den Gummis vom Ansaugflansch und dem (unterdruckgesteuerten) Benzinhahn denke ich in erster Linie an interne Probleme des Vergasers.
Nach der beschriebenen, langen Standzeit können sich dort etliche Ablagerungen gebildet haben, die sich jetzt im Betrieb lösen und Düsen verstopfen oder das Schwimmernadelventil blockieren.
Mein Ansatz wäre nach der beschriebenen, langen Standzeit ein ‘Rundumschlag‘: Vergaser ausbauen, zerlegen und im Ultraschallbad reinigen. Vergasermembran auf Sprödigkeit/Rissbildung prüfen und ggf.austauschen.
Da der Vergaser nun schon mal runter ist, wäre es durchaus angebracht prophylaktisch die Gummidichtungen vom Ansaugflansch zu erneuern, sowie die Unterdruckleitung, mit der der Benzinhahn angesteuert wird.
Ich vermute, daß nachsolch einer ‘Kur‘ alles wieder im Lot ist.
Gruß, silent