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Geschrieben von Eisenbiker am 25.03.2017 um 21:01:

Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme

Moin Gemeinde,

Stehe hier am Strassenrand und warte auf den ADAC.

Vertreibe mir mal die Zeit und frage mal die Spezis was es sein könnte... 

Bin ca. 80 km problemlos gefahren.. Plötzlich wird der Auspuff irgendwie noch lauter...Ein km weiter merke ich, dass die Maschine das Gas nicht mehr vernünftig annimmt.. Blick auf die Tankanzeige.. 1/4 voll.

Berghoch kommt sie kaum aus dem Quark und hat 3, 4 Fehlzündungen... Fahre rechts ran und überprüfe Zündkabel.. alles ok...

Starte wieder.. Ganz schlechte Gasannahme, Fehlzündungen...

Kiste aus.. ADAC angerufen...

Die kommen in  2 bis 3 Stunden 😀

Hat einer eine Idee???

Danke und Gruß

Mike 


Geschrieben von silent grey am 25.03.2017 um 21:09:

RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme

Hi, 

wenn schon kein Profil einsehbar ist, aus dem Typ und Alter sowie Individualisierungsmassnahmen des Mopeds entnommen werden können, sollten sie zumindest im aktuellen Anliegen beschrieben sein.

Mein Ansatz ohne Kenntnisse über das Moped wäre aus dem Stand eine nicht funktionierende Tankentlüftung. 

Gruß, silent 

__________________
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Geschrieben von Karl H. am 25.03.2017 um 21:30:

RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme

Hallo Michael,

Softail 2003 dürfte Vergaser sein? Batterie scheint in Ordnung zu sein, da Du ja nochmal anlassen konntest. Ein häufiger Übeltäter ist der Circuit Breaker (40A Bimetallsicherung). Das Ding ist bei der Softi m. W. unter der Sitzbank zu finden. Auch am Sprit kann es liegen, wenn der Unterdruckschlauch zum Benzinhahn beschädigt ist.

Nachtrag: Auch eine gerissene Membran im CV-Vergaser ist denkbar...

Gruß
Karl

Ich glaube nicht, dass ich mich irren kann. Denn als ich glaubte mich zu irren, hatte ich mich geirrt

__________________
Gruß
Karl


Geschrieben von Road King Kong am 25.03.2017 um 22:04:

Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme

Keine Power und Fehlzündungen hatte ich auch mal, war aber keine Harley.                                        Es war das Ventilspiel zwischen Kipphebel und Ventil, bei der konnte man das wieder einstellen.

Kleine Geschichte zum Zeitvertreib bis der ADAC kommt.

Das war auf der I 90 bei Cleveland dort wo der Highway nahe am See verläuft.  Dann ist mir genau nach einstellen der Ventile als ich das bit rais ziehen wollte das Imbusschlüssel Bit in den Steuerkettenschacht gefallen. Shiiiiit !!!  Der ist mehr als 50cm tief ...(Virago 1000)

Die in der Werkstatt hatten nichts um das wieder raus zu kriegen. Sowas wie ADAC hatte ich da nicht.  und man kann von der Tankstelle nicht raus, weil es eine Toll Road ist.                                            Mann hab ich geflucht, wie blöd muss man sein und ein BIT benutzen.... na ja hatte da glauch ich halt nix anders. 

Ich war sehr nahe dran den Krempel zu zuschrauben und einen Motorschaden zu riskieren.

Nach einigen Versuchen und gleichzeitig überlegen was ich nun machen soll, errinnerte ich mich plötzlich, dass ich einen dünnen Gummischlauch dabei habe und dann die zündende Idee, die Sechskantverlängerung der Bit Werkzeuge hat ein Neodym Magnet drin, Also raus geschlagen das Teil und in den Schlauch gesteckt passte, konnte nich raus fallen, Dann habe ich erst mal ein paar Stunden gefischt.

Schlauch rein, klack...ziehen, plonk... Shit !  Nach unzähligen Versuchen, wollte das blöde Ding dann endlich raus kommen. Das ganze passierte nach einem 2000 Km am Stück Marathon von Wyoming, (ausser Tanken natürlich).

Ein kleiner Magnet und ein Gummischlauch retten mich vor einem 1100 Kilometer Marsch nach Boston.



Ich hoffe es ist nichts schlimmes viel Glück

RKK


Geschrieben von Eisenbiker am 25.03.2017 um 22:26:

RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme


silent grey:

Hi, 

wenn schon kein Profil einsehbar ist, aus dem Typ und Alter sowie Individualisierungsmassnahmen des Mopeds entnommen werden können, sollten sie zumindest im aktuellen Anliegen beschrieben sein.

Mein Ansatz ohne Kenntnisse über das Moped wäre aus dem Stand eine nicht funktionierende Tankentlüftung. 

Gruß, silent 

Sorry silent grey,
Du hast natürlich völlig recht! Hatte ganz vergessen genau anzugeben, was für ein Model hier rumzickt.  War einfach zusehr mit der Thematik beschäftigt!
Also, es ist eine 2003 Heritage Softail Classic.. Vergaser!
Das gute Stück hat beim Vorbesitzer mehr gestanden als es gefahren wurde. Habe die Maschine im letzten Dezember mit 17.000 km übernommen.
Öle wurden im Januar alle neu gemacht.
 Letzte Woche habe ich noch die Zündkerzen gewechselt.... ?
Durch das lange stehen wäre auch eine Vermutung Rostpartikel aus dem Tank die jetzt den Benzindurchfluss behindern (Schläuche, Vergaser) Wäre das eine Möglichkeit?
Danke und Gruß
Mike


Geschrieben von Eisenbiker am 25.03.2017 um 22:35:

Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme

Road King Kong:

Keine Power und Fehlzündungen hatte ich auch mal, war aber keine Harley.                                        Es war das Ventilspiel zwischen Kipphebel und Ventil, bei der konnte man das wieder einstellen.

Kleine Geschichte zum Zeitvertreib bis der ADAC kommt.

Das war auf der I 90 bei Cleveland dort wo der Highway nahe am See verläuft.  Dann ist mir genau nach einstellen der Ventile als ich das bit rais ziehen wollte das Imbusschlüssel Bit in den Steuerkettenschacht gefallen. Shiiiiit !!!  Der ist mehr als 50cm tief ...(Virago 1000)

Die in der Werkstatt hatten nichts um das wieder raus zu kriegen. Sowas wie ADAC hatte ich da nicht.  und man kann von der Tankstelle nicht raus, weil es eine Toll Road ist.                                            Mann hab ich geflucht, wie blöd muss man sein und ein BIT benutzen.... na ja hatte da glauch ich halt nix anders. 

Ich war sehr nahe dran den Krempel zu zuschrauben und einen Motorschaden zu riskieren.

Nach einigen Versuchen und gleichzeitig überlegen was ich nun machen soll, errinnerte ich mich plötzlich, dass ich einen dünnen Gummischlauch dabei habe und dann die zündende Idee, die Sechskantverlängerung der Bit Werkzeuge hat ein Neodym Magnet drin, Also raus geschlagen das Teil und in den Schlauch gesteckt passte, konnte nich raus fallen, Dann habe ich erst mal ein paar Stunden gefischt.

Schlauch rein, klack...ziehen, plonk... Shit !  Nach unzähligen Versuchen, wollte das blöde Ding dann endlich raus kommen. Das ganze passierte nach einem 2000 Km am Stück Marathon von Wyoming, (ausser Tanken natürlich).

Ein kleiner Magnet und ein Gummischlauch retten mich vor einem 1100 Kilometer Marsch nach Boston.



Ich hoffe es ist nichts schlimmes viel Glück

RKK

Hallo RKK,

MacGyver läßt grüßen.. Man gut, dass Du auf diese Idee gekommen bist und damit den sicheren Motorschaden und die 1100km Fußmarsch eingespart hast.


Geschrieben von Eisenbiker am 25.03.2017 um 23:18:

RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme


silent grey:

Hi, 

wenn schon kein Profil einsehbar ist, aus dem Typ und Alter sowie Individualisierungsmassnahmen des Mopeds entnommen werden können, sollten sie zumindest im aktuellen Anliegen beschrieben sein.

Mein Ansatz ohne Kenntnisse über das Moped wäre aus dem Stand eine nicht funktionierende Tankentlüftung. 

Gruß, silent
Hallo silent grey,

Tankentüftung kann ich wie überprüfen?

Gruß

Mike


Geschrieben von Eisenbiker am 25.03.2017 um 23:31:

RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme

So, nachdem der ADAC mich angerufen hat und mir gesagt hat, dass es noch ca. 2 Std. dauern kann 🤬, habe ich das Thema jetzt abgebrochen.
Durfte hier in HH, -wo meine Maschine Ihren Dienst quittierte-, das gute Stück in die Tiefgarage verbringen.. - Es gibt noch nette Leute 🥰
Das nächste Taxi angehalten und jetzt ab nach Hause! Hab auch echt kein Bock mehr..
Der Taxifahrer hat sogar ein Ladekabel für mein Handy, so dass ich jetzt auch wieder genug Power habe um hier zu schreiben 😜und mir schon mal ne Pizza nach Hause zu ordern.

Jetzt muss ich mal überlegen, was ich morgen an Werkzeug und Ersatzteilen mitnehmen sollte.. (Ok, so viel Ersatzteile habe ich (noch) gar nicht..
Zündkerzen und Zündkabel kann ich noch einpacken.. Werkzeug sowieso..

Brauche also immer noch Tipps von Euch um mich entsprechend vorzubreiten.

Frage ist, wie geht es weiter wenn das nicht fruchtet? Muss das gute Stück dann irgendwie in meine Garage bekommen... (ADAC?? 🫤 )

DANKE und Gruß

Mike


Geschrieben von Uli G. am 26.03.2017 um 00:05:

RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme

Hi Mike,

Rost im Tank halte ich für eher unwahrscheinlich, denn so schnell rostet ein Tank nicht. Dem europäischen Sprit sind Additive zugemischt, die Korrosion größtenteils verhindern. Eher wäre es die Innenbeschichtung des Tanks, die sich auflöst und den Filter des Benzinhahnes verstopft. Das lässt sich immerhin leicht kontrollieren, denn aus dem Sprithahn müsste, bei abgezogenem Schlauch, der Sprit munter fließen.

Wenig gefahren? Lange Standzeiten? Dann ist auch denkbar, daß im Versager Augenzwinkern durch Korrosion "Dreck" vorhanden ist, der eben mal Düsen verstopft und für schlechten Lauf sorgt.

Dann könnten noch das Manifold an den Anschlüssen zum den Zylinderköpfen undicht sein. Laufen lassen mit Standgas, Bremsenreiniger auf die Nähte sprühen und schauen, ob sich dabei die Drehzahl ändert.

Zündkerzen ersetzt? Einfach mal die alten reinschrauben und gucken, ob sich nicht (mindestens) eine der neue Kerzen beim Einbau verabschiedet hat, wäre nicht das erste Mal.

....

Grüße

Uli

=Most motorcycle problems are caused by the nut that connects the handlebars to the saddle=
=Ich weiss, daß die Stimmen, die ich höre, nicht echt sind. Trotzdem haben sie manchmal gute Ideen=
=Man kann nicht alles ldiotensicher machen. Immer wenn man‘s probiert, machen sie einfach bessere ldioten=
Must see: Luftfahrtmuseum Hannover


Geschrieben von Eisenbiker am 26.03.2017 um 00:21:

RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme


Uli G.:

Hi Mike,

Rost im Tank halte ich für eher unwahrscheinlich, denn so schnell rostet ein Tank nicht. Dem europäischen Sprit sind Additive zugemischt, die Korrosion größtenteils verhindern. Eher wäre es die Innenbeschichtung des Tanks, die sich auflöst und den Filter des Benzinhahnes verstopft. Das lässt sich immerhin leicht kontrollieren, denn aus dem Sprithahn müsste, bei abgezogenem Schlauch, der Sprit munter fließen.

Wenig gefahren? Lange Standzeiten? Dann ist auch denkbar, daß im Versager Augenzwinkern durch Korrosion "Dreck" vorhanden ist, der eben mal Düsen verstopft und für schlechten Lauf sorgt.

Dann könnten noch das Manifold an den Anschlüssen zum den Zylinderköpfen undicht sein. Laufen lassen mit Standgas, Bremsenreiniger auf die Nähte sprühen und schauen, ob sich dabei die Drehzahl ändert.

Zündkerzen ersetzt? Einfach mal die alten reinschrauben und gucken, ob sich nicht (mindestens) eine der neue Kerzen beim Einbau verabschiedet hat, wäre nicht das erste Mal.

....

Grüße

Uli

=Most motorcycle problems are caused by the nut that connects the handlebars to the saddle=
=Ich weiss, daß die Stimmen, die ich höre, nicht echt sind. Trotzdem haben sie manchmal gute Ideen=
=Man kann nicht alles ldiotensicher machen. Immer wenn man‘s probiert, machen sie einfach bessere ldioten=
Must see: Luftfahrtmuseum Hannover
Hey Uli,

ok, das mit dem Tankrost hört man doch immer wieder.. "Mach bloß den Tank zur Winterpause voll, damit der nicht anfängt zu rosten".. ?
Ist also nicht so?  Das mit den Additiven hört sich ja einleuchtend an...

Wenn ich den Luftfilter abschraube, müsste ich doch sehen, ob der Sprit ordentlich in den Vergaser eingespritzt wird.
Wenn es da "gut läuft", muss ich ja nicht die Benzinleitung abziehen, oder?

und... Bremsenreiniger muss ich einpacken! Danke 👏für den Tip

Gruß

Mike


Geschrieben von Karl H. am 26.03.2017 um 08:32:

RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme

Hallo Mike,

hast Du auch meine Tipps gelesen? Dann weißt Du ja, dass beim Abziehen des Benzinschlauchs kein Tropfen Benzin rausläuft, weil der Benzinhahn nur bei drehendem Motor durch Unterdruck auf macht. 

Gutes Gelingen!

Gruß
Karl

Ich glaube nicht, dass ich mich irren kann. Denn als ich glaubte mich zu irren, hatte ich mich geirrt

__________________
Gruß
Karl


Geschrieben von silent grey am 26.03.2017 um 08:35:

RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme

Hi, 

ob es die Tankbelüftung über den Deckel ist, kannst Du prüfen indem, der Deckel direkt nach so einem Ereignis aufgeschraubt wird. Wenn die Belüftung dicht ist, wird es bei dem erfolgenden Druckausgleich ein leicht zischendes Geräusch geben. 

Dem durch eine verstopfte Tankbelüftung entstehenden Unterdruck hat der Membranbenzinhahn nicht genügend Power entgegenzusetzen, um ausreichende Kraftstoffmengen für die notwendige ‘Betriebsfüllung‘ der Schwimmerkammer im Vergaser bereitzustellen.

Nachdem Du die Daten und Umstände nachgereicht hast, ergeben sich durchaus andere Quellen für die Störung.

Neben der Bimetallsicherung, den Gummis vom Ansaugflansch und dem (unterdruckgesteuerten) Benzinhahn denke ich in erster Linie an interne Probleme des Vergasers. 

Nach der beschriebenen, langen Standzeit können sich dort etliche Ablagerungen gebildet haben, die sich jetzt im Betrieb lösen und Düsen verstopfen oder das Schwimmernadelventil blockieren.

Mein Ansatz wäre nach der beschriebenen, langen Standzeit ein ‘Rundumschlag‘: Vergaser ausbauen, zerlegen und im Ultraschallbad reinigen. Vergasermembran auf Sprödigkeit/Rissbildung prüfen und ggf.austauschen.

Da der Vergaser nun schon mal runter ist, wäre es durchaus angebracht prophylaktisch die Gummidichtungen vom Ansaugflansch zu erneuern, sowie die Unterdruckleitung, mit der der Benzinhahn angesteuert wird.

Ich vermute, daß nachsolch einer ‘Kur‘ alles wieder im Lot ist.

Gruß, silent 

__________________
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Geschrieben von Eisenbiker am 26.03.2017 um 09:06:

RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme


Karl H.:

Hallo Mike,

hast Du auch meine Tipps gelesen? Dann weißt Du ja, dass beim Abziehen des Benzinschlauchs kein Tropfen Benzin rausläuft, weil der Benzinhahn nur bei drehendem Motor durch Unterdruck auf macht. 

Gutes Gelingen!

Gruß
Karl

Ich glaube nicht, dass ich mich irren kann. Denn als ich glaubte mich zu irren, hatte ich mich geirrt
Moin Karl, 

prima! Vielen Dank natürlich auch für Deine Tipps. Ich hatte es ehrlich gesagt nicht verstanden mit dem "Unterdruck prüfen", da mir das so nicht bekannt war.. Meine letzten Vergasermotorräder hatten das nicht.. Wenn da der Benzinhahnauf war, lief das Zeug...

Ich werde das, nachdem mich hier auch silent grey detailliert aufgeklärt hat, gleich prüfen.

Wenn das mit Unterdruck funktioniert, könnte ja auch der Füllstand des Tanks entscheident sein. Werde also auch mal meinen Benzinkanister einpacken.

Hoffe mit Euren Tipps die Maschine wieder soweit zum laufen zu bekommen, dass ich die 40km in meine Garage schaffe, wo ich mich dann ungestört dem Vergaser widmen kann.

Drückt mir die Daumen 😁

Euch einen schönen Sonntag!


Geschrieben von Karl H. am 26.03.2017 um 09:41:

RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme

 Eisenbiker:
...Wenn das mit Unterdruck funktioniert, könnte ja auch der Füllstand des Tanks entscheident sein. Werde also auch mal meinen Benzinkanister einpacken...
Hallo Mike,

Der Unterdruck kommt vom Saugkanal bzw. einem Schlauchstutzen am Vergaser!

Gruß
Karl

Ich glaube nicht, dass ich mich irren kann. Denn als ich glaubte mich zu irren, hatte ich mich geirrt

__________________
Gruß
Karl


Geschrieben von Eisenbiker am 26.03.2017 um 09:51:

RE: Ruckeln, Fehlzündungen, schlechte Gasannahme


silent grey:

Hi, 

ob es die Tankbelüftung über den Deckel ist, kannst Du prüfen indem, der Deckel direkt nach so einem Ereignis aufgeschraubt wird. Wenn die Belüftung dicht ist, wird es bei dem erfolgenden Druckausgleich ein leicht zischendes Geräusch geben. 

Dem durch eine verstopfte Tankbelüftung entstehenden Unterdruck hat der Membranbenzinhahn nicht genügend Power entgegenzusetzen, um ausreichende Kraftstoffmengen für die notwendige ‘Betriebsfüllung‘ der Schwimmerkammer im Vergaser bereitzustellen.

Nachdem Du die Daten und Umstände nachgereicht hast, ergeben sich durchaus andere Quellen für die Störung.

Neben der Bimetallsicherung, den Gummis vom Ansaugflansch und dem (unterdruckgesteuerten) Benzinhahn denke ich in erster Linie an interne Probleme des Vergasers. 

Nach der beschriebenen, langen Standzeit können sich dort etliche Ablagerungen gebildet haben, die sich jetzt im Betrieb lösen und Düsen verstopfen oder das Schwimmernadelventil blockieren.

Mein Ansatz wäre nach der beschriebenen, langen Standzeit ein ‘Rundumschlag‘: Vergaser ausbauen, zerlegen und im Ultraschallbad reinigen. Vergasermembran auf Sprödigkeit/Rissbildung prüfen und ggf.austauschen.

Da der Vergaser nun schon mal runter ist, wäre es durchaus angebracht prophylaktisch die Gummidichtungen vom Ansaugflansch zu erneuern, sowie die Unterdruckleitung, mit der der Benzinhahn angesteuert wird.

Ich vermute, daß nachsolch einer ‘Kur‘ alles wieder im Lot ist.

Gruß, silent
Hallo silent,

danke auch Dir für die Details..👏

Ich werde dann mal so vorgehen:

1. Tankbelüftung checken.. (Was kann ich wo checken, säubern, wenn es nicht "zischt"?)

2. Tank nachfüllen um ggf. dem Thema Unterdruck/Membrane entgegenzuwirken

3. Die neuen Zündkerzen nacheinander gegen die alten tauschen um auszuschließen das eine defekt ist.

4. Bimetallsicherung checken

5. Manifold auf Leck checken - Mit Bremsenreiniger... 

Ich denke, viel mehr werde ich in der Tiefgarage einer Senioren Residenz eh nicht machen können. 

Die werden sich freuen, wenn ich in der Tiefgarage meine Testrunden drehe 😜

Hab ich was vergessen oder hat noch jemand einen anderen Tip?

.. in Hoffnung auf einen schnellen Erfolg wünsche ich Euch ein schönes Wochenende!

Ride safe!!

Gruß

Mike