Das Verfahren von +huetti+ verwende ich auch und ist schnell erklärt:
Weil Luftblasen im Bremsschlauch von alleine nach oben wandern, entlüftet sich die Bremsleitung der Vorderradbremse von alleine. Das nennt sich "Schwerkraftentlüftung" und funktioniert nur bei kontinuierlich aufsteigenden Leitungen (Vorderrad). Die Bremszange muss natürlich durch Spülen luftfrei gemacht werden, weil der höchste Punkt an der Entlüfterschraube sitzt. Das Entlüften der Bremsleitung durch Schwerkraftentlüftung geht eventuell besser, wenn das System unter Druck steht (Hebel gezogen), weil die Luftblasen dann komprimiert, also kleiner sind. Ich habe das bisher immer (entgegen der verbreiteten Empfehlung) ohne gezogenen Hebel gemacht und Erfolg gehabt. Zum Ziehen des Bremshebels über Nacht nimmt man übrigens nicht die Hand sondern einen Kabelbinder
Mit dieser Methode lassen sich ohne jegliche Spülorgien auch Bremsleitungen austauschen. Wichtig ist nur, dass beim Lösen der alten Leitung von der Bremszange oder dem ABS-Modul die Verbindungsstelle oben liegt, und so keine Luft in Zange oder Modul eindringen kann. Nach Anschrauben der neuen Leitung mit einer Injektionsspritze (gebogene Nadel) die Leitung von oben mit Bremsflüssigkeit füllen. Dann das ABS-Modul bzw. die Bremszange wieder in Einbaulage positionieren und befestigen, und die Bremsleitung oben an die Handpumpe schrauben. Der Rest passiert nach Befüllen des Vorratsbehälters von alleine über Nacht. 😁
Konsequenz nebenbei: Wenn man über längere Zeit eine weiche Vorderradbremse wegen Lufteinschluss hat, sitzt die Luftblase sicher nicht im Bremsschlauch, sondern in der Zange.
Gruß
Karl
Ich glaube nicht, dass ich mich irren kann. Denn als ich glaubte mich zu irren, hatte ich mich geirrt
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Gruß
Karl
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