Was macht ihr eigentlich so über die Feiertage? Am Moped Schrauben tut wohhl keiner!? Ich kann nicht ohne...
Bei der Reparatur des Anlassers fiel mein Blick auf einen reichlich öligen Bereich zwischen Rockerbox und Zylinderkopf hinten oberhalb vom Krümmerflansch.
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Damit hätte man villeicht noch ne Weile leben können. Aber lieber jetzt abdichten, als in der Saison dazu gezwungen werden, oder? Eine gute Zugänglichkeit des hinteren Zylinderkopfes ist nach entfernen der Sitzbank und der hinteren Tankschraube gut realisierbar. Eine leere Ölflasche zwischen Rahmenrohr und Tanktunnel ist perfekt. Hier ist der Rockerbox-Deckel bereits runter und das Entlüftungsventil (Breather-Valve) entfernt. Sichtbar ist der Kipphebelträger (mit Kipphebeln), der im nächsten Schritt entfernt werden muss. Dazu muss man vorher den Kolben in den Verdichtung-OT bringen, damit die Ventile geschlossen und die Kipphebel weitgehend entlastet sind.
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Hier ist der Kipphebelträger ausgebaut, und die Rockerbox ist leer. Nur die Stößelstangen müssen noch gezogen werden. Ich habe bei der Gelegenheit die verstellbaren Stößelstangen gegen Originale getauscht (Nach vorausgegangener Rückrüstung auf die Original-Nockenwelle und Einbau der Cyco-Spanner muss ich in den nächsten 60.000km wohl nicht mehr ans Steuergehäuse ran). Zwischen den Stößelstangen sieht man in einer Vertiefung den O-Ring für die Abdichtung des Entlüftungsventils.
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Nebenbei: Es wird immer mal wieder von Tick-Geräuschen des Ventiltriebs wegen Kontakt eines Federtellers mit der Rockerbox berichtet. Hier sieht man, wie extrem knapp es am Einlassventil zugeht. Ich habe die Rockerbox vorsorglich an dieser Stelle etwas nachgearbeitet.
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Nach Entfernen der Rockerbox sieht man darunter den zwischen den Dichtflächen öligen Zylinderkopf.
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Wie an anderer Stelle erwähnt, habe ich die passenden Dichtungen von Cometic (jeweils für zwei Zylinder).
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Zu meiner Überraschung konnte ich die im Dichtungssatz vorhandenen Dichtungen für den Breather zunächst nicht verwenden, da dieser einteilig mit integrierter Dichtung ausgeführt war. Hier sieht man das aus Kunststoff bestehende und verklebte Teil von unten. Das Umbrella-Valve leuchtet grün, ist aber nicht zugänglich.
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Tja, dabei habe ich gelernt, dass der TC88 bis 2001 mit einem mehrteiligen Kunststoff-Breather versehen war, dann auf ein verklebtes Element mit integrierter Dichtung umgestellt wurde (meine 2003er), um dann ab 2004 einem mehrteiligen Breather aus Aluminium zu weichen. Ich habe das verklebte Gehäuse kurzerhand geknackt (war gut machbar), mit einem neuen Umbrella-Valve versehen und mit den Dichtungen aus dem Cometic-Set wieder zusammengebaut. Rückblickend hätte ich mir das sparen können, denn der Breather mitsamt Umbrella-Valve war nach 100.000km noch in perfektem Zustand.
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Unter Verwendung der neuen Dichtungen habe ich dann alles wieder zusammen gebaut und mit vorgeschriebenem Drehmoment verschraubt. Die für den Drehmomentschlüssel unzugänglichen Verschraubungen (jede Menge!) habe ich mit folgender Methode (Bild aus einem
älteren Beitrag) angezogen.
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Die Probefahrt bei erfreulichen 8°C war ein Genuss!
P.S.: Das originale Werkstatthandbuch ist für diese Arbeit ein Muss!
Gruß
Karl
Ich glaube nicht, dass ich mich irren kann. Denn als ich glaubte mich zu irren, hatte ich mich geirrt
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Gruß
Karl
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Karl H. am 28.12.2016 13:30.