Ich denke, die Harley-Unterhaltskosten (damit meine ich die Betriebskosten, nicht das Pimpen) sind im Vergleich zu anderen Marken sensationell niedrig. Das fängt an mit den Wartungsintervallen, die 8000 km statt 6000 km wie heute immer noch bei vielen Japanern sind, geht weiter über die fehlende Sekundärkette, die somit nicht für ca 400,- alle 20 Tkm gewechselt werden muß, über Ventile mit Hydrostößeln, die nicht eingestellt werden müssen bis hin zu einer einzigen Drosselklappe, die somit nicht synchronisiert werden muß. Das äußert sich in Wartungskosten, die nach meiner Erfahrung im Schnitt um 50% verglichen mit anderen Marken liegen. Insofern ist auch das alternative Selbermachen erheblich weniger arbeitsintensiv als bei anderen Marken und bedingt auch weniger Meßgeräteinvestition. Motorsteuergeräte, die ausgelesen werden müssen, haben heute zwangsläufig alle Marken.
Dazu kommen noch Hinterreifen, die wegen der moderaten Fahrweise länger als 3000 KM halten. Nicht zu vergessen moderate Haftpflichtprämien, weil die Harley kein Superwetzhobel ist. Im übrigen ist der für quer eingebaute und somit schmale V2 typische niedrige Spritverbrauch zu erwähnen der auch mt der moderaten Fahrweise zusammenhängt
Bei der Instandsetzungskosten sei nur die Road King erwähnt, die bei MOTORRAD seit Jahren den all time record für Verschleiß und Zuverlässigkeit nach 50 Tkm hält! Einziges Problem sind die hohen Ersatzteilpreise.
Wenn man also nix kaputtmacht und nicht dauernd umbaut, ist Harleyfahren nach der Anschaffung ein preiswertes Vergnügen => wahrscheinlich ist nur MZ-Fahren noch preiswerter.