@hobbybobber
=das buch von ernst leverkus "so fährt man motorrad" ist mir seit den 70ern bekannt. das mit tankschluss (knie am tank) hab ich damals schon für unbeweisbaren/unwiderlegbaren kokulorus gehalten. so kann niemand sorgenfrei durch die kurve kommen. (wahrscheinlich schlotterten denen damals noch vor angst die knochen, so dass sie die beine damit ruhig bekommen haben...).=
Das meinst Du doch wohl nicht ernst? Oder?
Der Mann konnte Motorrad fahren (auf Maschinen, die jedes heutige, wg. ein wenig Gummilagerungswwackelei jammernde Weichei mangels Fahrstabilität unweigerlich in der ersten, spätestens zweiten Kurve in‘s Aus schicken würde. Bei deutlich geringeren Geschwindigkeiten) und wusste wovon er schrieb.
Kilometer-(ErFAHRUNGS)mäßig dürfte er ganz sicher weit jenseits dessen liegen, was heutige Wochenend Schönwetterharleyfahrer in ihren letzten zwanzig Fahrjahren an den wenigen "fahrgeeigneten" Wochenenden zustande bringen.
Dem Mann wirfst DU? vor, Kokolorus zu schreiben?
Einfache Übung (macht jeder gute Trainer im Sicherheitstraining, bevor er später den Leuten in einem Renntraining beibringt, daß man die Knie abspreizen und den Ar... zur Seite bewegen kann, um ev. höhere Kurvengeschwindigkeiten zu erzielen. Auf Kosten der Fahrstabilität!):
Proband setzt sich auf Moped, Knie abgespreizt. Zwei (oder mehr, je nach körperlicher Konstitution der Wackler) Leute wackeln am Moped (rechts links Wankungen).
Eindeutiges Ergebnis:
Proband fällt fast runter, weil sich das Moped ganz simpel, wg. fehlenden Körperschlusses, unter ihm wegdreht.
Gleicher Versuch mit "angelegten" Knien:
Die Maschinenbewegung ist viel träger als vorher (Oh Wunder, da ist doch nur die Masse/"Trägheit" des Fahrers in kraftschlüssige Verbindung mit der Maschine geraten), der "Fahrer" wird noch wenig, zusammen mit der Maschine, bewegt. Ohne Gefahr, abgeworfen zu werden. Das ganze System ist deutlich stabiler als zuvor.
Was lernen wir daraus?
Die Antwort gib Dir mal selber.
Und dann ist da noch ein gewisser Herr Dähne (genau, DER mit der schnellsten Runde auf der alten Nordschleife. Und das auch noch auf ‘ner Gummikuh).
Der fährt heute noch im "klassischen" Stil (KNIE AM TANK, und ein "klassisches" Alter hat er auch schon) schneller als viele "Schnelle", die glauben, auf dem Moped rumzuhampeln würde sie schnell machen.
Mit den Knien am Tank ist das ganze Sytem steifer, besser gedämft. Der Mensch obendrauf dämpft an sich schon sehr gut und ist träge, wg. der steiferen Verbindung sind für gleichgroße Auslenkung aus der stabilen Lage erheblich größere Kräfte erforderlich. Die Eigenfrequenz des Gesamtsystems wird nach unten, zu niedrigeren Werten verlegt.
Alles der Fahrstabilität in Schräglage durchaus zuträglich.
Richtig (sicher und schnell) fahren lernen im klassischen Stil. Dann, wenn man glaubt das zu beherrschen, anfangen sich mit "HangOff" zu beschäftigen (im Straßenverkehr mehr als überflüssig).
Gruß aus H
Uli
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Uli G. am 12.04.2007 01:04.