Erster (immer noch!) Riemen 110000 (einhundertundzehntausend!!!) km. Pflege: etwa 0 (Null!!!, gemessen an dem Aufwand, den Ketten welcher Art auch immer bei der Laufleistung verursacht hätten). Bis ca. 40000km noch regelmäßig Spannung kontrolliert bei den Inspektionen, dann verändert sich praktisch aber nichts mehr (von Inspektion zu ~). Kontrolle auf eingedrungene Steinchen/Partikel, entfernt, gut ist‘s.
Kein Schmierkram mit Kettenfett, kein Wechsel von Ritzel u. Kettenrad etc. Wenn ihr die realen Kosten von Ketten, Ritzeln und Kettenblättern, Arbeitszeit beim Wechseln derselben, sowie Pflegekosten, dem simplen Ersatz eines Zahnriemens gegenüber stellt, fällt die Kette, trotz des einmalig höheren Aufwandes beim Zahnriementausch (bedingt durch den Aufbau der Harley, mit getrennten Motor/Getriebeeinheiten, die den Ausbau des Primärtriebes bedingen) hinten runter. Von den Vorzügen beim Fahren (Lastwechselreaktionen, Geschmeidigkeit/Laufgeräusch, Pflegeaufwand, Schmutz...) mal ganz zu schweigen.
@FBF
günstige Angebote für Riemen gibt das nicht (wirklich). Die wenigen Hersteller qualitativ hochwertiger Zahnriemen halten auch ihre Preise hoch, der Rest ist für die Show, nicht alltagstauglich.
@Karl H.
Riemenwechsel mit Ausbau des Primärkastens sind 2-4h. Sicher kein Job am Straßenrand (aber das ist ein Kettenwechsel einer geschlossenen O-Ringkette auch nicht), da fehlen Schlagschrauber (Brrr) für die Kurbelwellenmutter, Drehmomentschlüssel etc, aber selbst für eine offene Kette wird kaum jemand das Nietwerkzeug mit sich führen, und/oder die Kette, Ritzel, Kettenblatt???
Ölen von Bowdenzügen anders als von C.H. vorgeschlagen: Wie mit vielen Dingen/Lösungen würde ich sagen: "Geht auch". Aber wer will hinterher den Ölversiften Beutel verstauen (für die allfällige nächste Anwendung) oder entsorgen? Sieht schwer nach "Schweinkram" aus ("englisch" halt! persönlicher Modus ein: "man denke da an Sellafield!" pers. Modus aus

).
Gruß aus H
Uli
p.s.
"Notriemen" ist wirklich nur für den Notfall gedacht, soll keine langen Touren überstehen, gerade mal die Fahrt zum nächsten Dealer der‘s "richtet". Auch mit den schrägen Übergängen der Riemenstöße ist keine gleichmäßige Kraft/Spannungsverteilung im Riemen realisierbar (dann würde das Ding ganz sicher Standardausrüstung sein), also nach Möglichkeit wenig Last aufbringen, sonst reisst er an den "zusammengestöpselten" Zähnen schneller als erwartet.
Man kann sicher sein, daß die Amerikaner die richtige Lösung finden werden.
Nachdem sie alle anderen ausprobiert haben. (Winston Churchill)