Seit es Einspritzanlagen an unseren Mopeds gibt, hört man auch von Benzinpumpen, die nicht mehr ordentlich arbeiten und zunächst unerklärliche Motorprobleme verursachen. Da ich an meine Mopeds nur Wasser und mich selber lasse, wollte ich diesbezüglich ein Diagnoseinstrument haben. In Amiland gibt es sowas schon für unter 200 Dollar (immer noch zu teuer für ab und zu), in Deutschland habe ich aber nichts Erschwingliches gefunden.
Tsani im HTT-Forum hat herausgefunden, dass Harley die Schnellverschlüsse von Chrysler/Force/Suzuki Bootsmotoren verwendet. Diese Teile bekommt man auch in deutschen Nautik-Shops, die über ebay vertreiben (z.B.
www.wellenshop.de). Mit Versand habe ich vertretbare € 23,- hingelegt.
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Das ist natürlich nur die halbe Miete. Wir brauchen noch ein Manometer, ein T-Stück, Hochdruckschläuche und ein Fitting, das die Verbindung zum Rohrgewinde (am linken Schnellverschluss im Bild oben) herstellt.
Man braucht nicht lange zu suchen und findet bei Amazon, ebay und anderen das folgende Set für schlappe € 29,- inkl. Versand:
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Jetzt ist es ganz einfach, wie die folgenden Bilder zeigen:
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Das Fitting links braucht einen dickeren Schlauch als das Fitting rechts. Das T-Stück kann beides 😁. Passende Schläuche sind im Set.😁
Eine Seite des T-Stücks kürzt man auf den dicken Querschnitt (muss man aber nicht zwingend)
und schiebt das dicke Schlauchstück aus dem Set drauf
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Und mit einem langen Schlauch aus dem Set (Fittings abgeknipst) kann man den Druckprüfer komplettieren:
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Leider muss man noch zwei Schlauchschellen organisieren, weil das Set nur zwei der benötigten vier beinhaltet. Die Gewinde habe ich mit Loctite Pipe Sealing abgedichtet, das sonst für Ölablasschrauben zum Einsatz kommt.
Wichtig: Da sind >4 bar Druck auf dem Tester. Das ist der Druck, den man auch im heimischen Gartenschlauch hat! entsprechend können bei Undichtheiten meterhohe Sprühfontänen entstehen. Leider mit hochentzündlichem Spritt statt mit Wasser! Also unbedingt ordentliche Schlauchschellen verwenden und auf dichte Schraubverbindungen achten!
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Natürlich habe ich den Low-Budget Benzindruck-Prüfer gleich mal ausprobiert (hier bei der "Anprobe" fehlen noch 2 Schlauchschellen)
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Nach Einschalten der Zündung und vorsichtigem Betätigen des Kill-Schalters springt die Druckanzeige auf 53 psi
Nach dem Motorstart zappelt der Zeiger im Takt der Einspritzventile um einen Wert von 60 psi. Alles gut, weil der Sollwert laut Handbuch bei 55 bis 62 psi liegen soll! Leider zeigt sich, dass der Zeiger nicht, wie bei teureren Geräten, mit Öl bedämpft ist. Aber mit etwas Spielen am Gasgriff findet man schnell eine Drehzahl bei der der Zeiger zur Ruhe kommt und gut ablesbar ist. Der Benzindruck hängt im Gegensatz zum Öldruck nicht von der Drehzahl ab.
Viel Spaß beim Nachbau dieses nur gut € 50,- "teuren" Benzindrucktesters!
Gruß
Karl
Ich irre mich nie. Denn als ich glaubte mich zu irren, hatte ich mich geirrt
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Gruß
Karl
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Karl H. am 21.11.2015 11:13.