Hi FLHR,
wahrsch. kann Dir niemand eine Lebensdauervorhersage zu Speichenrädern geben, das wäre wie Kaffeesatz lesen.
Die Lebensdauer von Speichenrädern hängt ab von:
Kröpfung der Speichen (etwa: je gebogener desto geringer) aber das ist konstruktiv vorgegeben.
Genauigkeit der Speichenkröpfung (wer weiss das schon, wie genau die konstruktiv vorgegebene Speichenkröpfung vom Speichenhersteller eingehalten wurde)
Speichenbelastung (die schon von der, beim Einspeichen eingebrachten Genauigkeit abhängt)
Speichenbelastung (nochmal, weil abhängig vom Service der den Speichen angedient wurde. Nachgespannt oder nicht, das ist hier die (Pflege)frage)
Speichenbelastung (schon wieder, Belastung durch Fahrweise, Beladung, Straßenverhältnisse...)
Am längsten leben Speichen wie bei BMW, Köpfe ungekröpft, wenn sie regelmäßig kontrolliert u. ggfs. nachgespannt werden.
Die Schwachstelle gekröpfter Speichen ist die Kröpfung, da wird die Speiche auf Biegung beansprucht, außerdem ist die Auflagefläche des Speichenkopfes sehr klein bzw. nicht vorhanden. Die Speiche trägt in der Kröpfung, arbeitet sich da schnell ein (Nachspannen), an der Stelle steigt aber auch die Belastung der Speiche, da die entstehende Kerbe diese Stelle bruchanfällig macht.
Ungepflegte (regelmäßig kontrollierte und nachgespannte) Speichenräder neigen sehr früh zu Speichenbrüchen. Im Rad nehmen die am stärksten gespannten Speichen die Last auf, das führt dann zu Überlastung derselben, Bruch... Anschließend sinds die am nächsten stark gespannten Speichen die der Belastung erliegen usf.
Unter den, nur wenigen, genannten, äußeren Bedingungen eine Lebensdaueraussage zu machen ist wie Lotto spielen.
Übrigens: Doppeldickendspeichen durch durchgängig dicke Speichen (die sind billiger) zu ersetzen kann teuer werden. Die dickeren Speichen neigen zum Brechen, sie sind nicht mehr so elastisch wie die dünnen, nur an den Enden dicken Speichen. Damit bringen sie im Bereich der Kröpfung am Speichenkopf zus. Biegebelastung auf die sie früher brechen lässt als die dünne Version (das spricht gegen "viel hilft viel").
Alles zusammen der Grund, warum Speichenräder in Autos vom Markt verschwunden sind, in Motorrädern nur noch im Geländesport und bei "gemütlichen" Motorrädern eine Rolle spielen. Im Geländesport liebt man ihre Elastizität, bei Harleys ihr Aussehen. Pflegeaufwendig sind sie allemal (und wer versteht schon noch was davon, die Jungs in den Werkstätten verkommen alle zu Teiletauschern

)
Gruß aus H
Uli
p.s.
an Sporty 1200, 57PS, 2 Personen Betrieb (hauptsächlich), Speichenbrüche im Hinterrad bis zum Totalausfall (in Kopenhagen) auf einer Nordkaptour bei