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Geschrieben von harleykill am 19.12.2019 um 16:20:

Die neue Kundenschicht wird gerade mit Greta und Freitag für die Zukunft an den Start gebracht.

In 9 Jahren, hat man genug Kunden. 

LG

harleykill

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Am liebsten mit Vergaser.


Geschrieben von Düsentrieb am 19.12.2019 um 16:57:

Das glaube ich nicht. Die brauchen ja gar kein Fahrzeug, bis sie 30 oder 35 sind. Solange werden sie ja von Mutti im (Elektro-) SUV durch die Gegend kutschiert. Von den nicht mehr vorhandenen motorischen und geistigen Fähigkeiten sowie dem technischen Verständnis zur Steuerung eines Motorrades mal ganz abgesehen.

Die müssen auch keine Mädels mehr von der Disse nach Hause bringen. Die kommen ja via Tinder und Co. direkt ins Bettchen gehüpft. Ein  Foto bei Insta ist doch viel wichtiger und cooler als so ein gefährliches Motorrad. Solange das keinen tindertwitterwhatsappfacebookusw - Direktanschluss mit automatischer Foto- und Chatfunktion hat, ist so ein Mopped völlig uninteressant. Man wäre ja während der gesamten Fahrzeit gar nicht online, das geht nun wirklich nicht. fröhlich

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Manchmal ist weniger durchaus mehr.


Geschrieben von harleykill am 19.12.2019 um 17:05:

Irgendwie hast Du (leider) Recht

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Am liebsten mit Vergaser.


Geschrieben von BlackChrome am 28.12.2019 um 14:23:

Elektromopeds im allgemeinen (also nicht nur HD) werden in den nächsten Jahren vermehrt auf der Straße zu sehen sein. Doch mMn hauptsächlich auf den städtischen Bereich und Umgebung beschränkt. Das liegt an der geringen Reichweite und der fehlenden und teuren (Schnell-) Ladeinfrastruktur.

Und selbst wenn es vermehrt (Schnell-) Ladestationen im ländlichen Raum geben wird, so bleibt es schwierig. Man stelle sich einfach mal vor, eine kleine Gruppe von 5 E-Mopedlern macht ne Tour auf der schwäbischen Alb, Schwarzwald, etc. Da kommen locker paar Hundert Km am Tag zusammen, bissle Donautal usw. Nun müssen alle E-Mopeds unterwegs aufladen, spätestens irgendwann Freude  Falls eine Tankstelle oder Mopedtreffpunkt (z.b. Bootshaus Lautertal oder Seeheiner Erzgrube) es sich leistet eine oder zwei (Schnell-) Ladestationen einzurichten, so muss das dann reichen für alle E-Mopeds. D.h. entsprechende Wartezeiten fürs Laden und aufs Laden warten...

Weiters dürfte spannend sein, zu welchem Preis die (Schnell-) Ladestationen dann genutzt werden können, die kosten nämlich richtig Geld zur Einrichtung. Über den Kaffeepreis werden die wohl kaum amortisiert werden können.

Und es dürfte jedem klar sein, dass das Laden über die 230V Haushaltssteckdose unterwegs auf einer Tour mit mehreren E-Mopeds keine brauchbare Alternative darstellt wegen der Ladedauer.

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Grüße, BlackChrome

Einfache Farbenlehre: rot + grün = braun


Geschrieben von mjb am 29.12.2019 um 07:44:

E-Moped kommt für mich nicht in Frage. Könnte hier sehr viele Gründe nennen, aber die kann sich jeder denken.

 

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Dosis sola venenum facit


Geschrieben von Pmr am 29.12.2019 um 10:51:

Ich bin noch kein E-Moped gefahren, daher kann ich nicht sagen ob ich so ein Teil kaufen würde oder nicht. Mein Kumpel fährt eine WideGlide von 2003 und hat letztens auf einer HD-Veranstaltung beim HD-Container eine Zero Probegefahren.
Er war vom Moped grundsätzlich begeistert was die Power angeht. Ok, Sitzhaltung etc. entsprach halt nicht seinen Vorstellungen. Aber das ist ja auch logisch wenn man eine Wide Glide fährt. Er würde sich aber trotzdem so ein Moped zulegen für die tgl. Fahrten zur Arbeit. Seine Aussage:"Es ist halt ein Ding um von A nach B zukommen. Genauso Emotionslos wie mein Skoda Diesel."

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Ich bin dann mal weg, um mich zu finden. Sollte ich zurückkommen, bevor ich wieder da bin, sagt mir bitte ich soll hier warten, bis ich zurück bin!


Geschrieben von BlackChrome am 29.12.2019 um 17:19:

zum zitierten Beitrag Zitat von Pmr
Er würde sich aber trotzdem so ein Moped zulegen für die tgl. Fahrten zur Arbeit.

Hat er auch gesagt, wie viel er bereit wäre für ein E-Moped zu bezahlen (Anschaffungspreis)?

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Grüße, BlackChrome

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Geschrieben von Pmr am 29.12.2019 um 17:53:

zum zitierten Beitrag Zitat von BlackChrome
Hier ein aktueller Test- und Vergleichsbericht zwischen HD LW und Zero SR/F:

Harley-Davidson and Zero launch new electric street bikes

"Not only would LiveWire hit dealerships this fall, the executive said, but it would be followed by a wave of what Levatich called “lightweight, urban” transportation products that are designed specifically to appeal to “young adults, globally, living in dense urban spaces.”"

Es wird also eine ganze Reihe neuer "leichtgewichtiger, städtischer" HD E-Mopeds folgen - man darf gespannt sein 

Und die MoCo hat also sehr wohl verstanden, dass E-Mopeds (momentan) hauptsächlich im städtischen Umfeld und bei neuen Kundenschichten Verwendung finden können, auch weil bisher anderweitig die Ladeinfrastruktur und tatsächliche Käufer (nicht nur "Interessenten") fehlen und sich das mMn nicht so schnell ändern wird.

Spannend wird werden, ob sich genügend “young adults, globally, living in dense urban spaces” finden werden, die bereit sind für ein E-Moped einen HD-Bonus zu bezahlen, hier wird sich die MoCo schwer tun, da bin ich mir sicher. Im verlinkten Artikel wird auch auf den stattlichen Preisunterschied eingegangen: "The Zero machine is lighter, quicker, faster, offers greater range and is cheaper — a lot cheaper. The LiveWire starts at $29,799, and the Zero at $19,495."

Also mir wäre der HD-Mythos keinen Cent wert für ein E-Moped, schon gar nicht den derzeitigen Aufpreis im Vergleich zu anderen E-Mopeds.

Nach wie vor ist meine Wette offen und bisher hat sich keiner der hier so sehr LW-interessierten darauf eingelassen - warum eigentlich nicht? cool

Ich kann nicht dagegen halten. Bin deiner Meinung

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Geschrieben von Pmr am 29.12.2019 um 17:55:

zum zitierten Beitrag Zitat von BlackChrome
zum zitierten Beitrag Zitat von Pmr
Er würde sich aber trotzdem so ein Moped zulegen für die tgl. Fahrten zur Arbeit.

Hat er auch gesagt, wie viel er bereit wäre für ein E-Moped zu bezahlen (Anschaffungspreis)?

Nee, haben wir nicht drüber gesprochen. Aber ich denke der Preis müsste sich im Bereich einer ähnlichen Verbrenner bewegen. Also never ever >33.000€.

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Geschrieben von harleykill am 29.12.2019 um 21:26:

Elektromobilität wird derzeit absolut überbewertet.  In den Großstädten werden Nachts z.B. die vielen E-Roller der Sharing-Anbieter mit dem Dieseltransporter eingesammelt. Die Großstädte vermüllen nahezu mit diesem Elektroschrott und Investoren sehen gerade ihr Geld verbrennen, das freut mich, ist doch Schadenfreude die schönste Freude, zumal es genau die trifft, die hier Profit ziehen wollten, auf Kosten der Umwelt. Der "Auspuff" ist beim Elektrofahrzeug eben wo anders, dass muss man leider auch einmal sagen.

Wer unbedingt eine Elektromotorrad haben will, der kann doch schon längst wo anders kaufen. Wer zahlt für einen Elektromotor der überall gleich aussieht, egal bei welcher Marke, freiwillig einen saftigen Aufschlag?
Das Motorenkonzept unseres V2 hat hier bisher immer den Zuschlag bei Kunden bekommen, weil das so kein anderer bieten wollte (jetzt bittte nicht ironisch verstehen).
Eine elektrische Harley, warum  nicht. Ist eben ein total anderes Konzept als ein V2, ist aber für mich persönlich eine scheiß Idee und da könnte auch ein Chinesischer Name draufstehen, dann gerne zum halben Preis.

Die Elektromobilität wird Harley das Leben kosten, die Chinesen warten heimlich sicher schon, um den Markennamen zu kaufen.

Und wie ich heute hier im Forum lesen konnte, werden wohl die Standard-Softails schon in Asien hergestellt.

Ich wünsche der Company für die Zukunft alles erdenklich Gute, da  Entscheidungen sicherlich nicht leichtfertig getroffen werden, es der Markt aber nicht mehr hergibt hier eine Prognose über mehr als 5 Jahre zu treffen, wird das für viele eine heiße Kiste.
Viel Glück.

Fällt mir gerade ein: hat jemand von euch den neuen Ford Mustang schon mal in live gesehen?   ....🤣
Kann mir nicht vorstellen, dass die "alte" Kundschaft den noch kauft... 
Meine Meinung mehr nicht

harleykill




 

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Am liebsten mit Vergaser.


Geschrieben von shovelix am 30.12.2019 um 19:42:

zum zitierten Beitrag Zitat von harleykill
Elektromobilität wird derzeit absolut überbewertet. 
.........
....

Ja - und ich glaube darüberhinaus, dass sie ein Irrweg ist.
Atomausstieg, Kohleausstieg, Windkraftausbau geht gegen null. Wo soll denn da der Strom für die ganzen E-Fahrzeuge herkommen ?
Entweder aus der Steckdose (ScherzAugenzwinkern ) oder für teuer Geld aus dem Ausland  -dort mit Kernenergie oder Kohle gewonnen-  importiert.

Ausserdem kommt für mich persönlich eine "emotionale Ebene" hinzu: Sowohl bei der Rohstoffgewinnung/Produktion von Akkus als auch bei deren Entsorgung ist mir die Elektrik eher "unheimlich". Man kann sie weder hören noch riechen noch schmecken noch fühlen (ausser, man bekommt eine gewischt). Da ist mir der Eisenhaufen eines Verbrenners lieber ....

shovelix


Geschrieben von BlackChrome am 31.12.2019 um 11:25:

zum zitierten Beitrag Zitat von shovelix:
Wo soll denn da der Strom für die ganzen E-Fahrzeuge herkommen ?
Entweder aus der Steckdose (Scherz ) oder für teuer Geld aus dem Ausland  -dort mit Kernenergie oder Kohle gewonnen-  importiert.

Genau so läuft es bisher, z.b. Atomstrom aus alten AKW (z.b. Fessenheim) in Frankreich oder Kohlestrom aus Polen, Tschechien oder...
Das AKW Fessenheim ist das älteste (43 Jahre) AKW in F und sollte schon vor Jahren abgeschaltet werden, wurde hoch und heilig versprochen.

"Fessenheim wurde 1977 ans Netz genommen und gilt bei Atomkraftgegnern als eine der unsichersten Nuklear-Anlagen in Europa." (1)

"Schon neun Mal ist die Stilllegung des ältesten Atommeilers in Frankreich, Fessenheim, verschoben worden, obwohl Kritiker warnen und sagen, dass von dem pannenanfälligen Kraftwerk ein hohes Sicherheitsrisiko ausgeht." (2)

Nun bin ich nicht grundsätzlich ein Atomkraftgegner, doch ich bin auch kein großer Freund davon, ich sehe die Risiken und auch die Vorteile. Doch auch der weitere Ausbau von Wind- und Solarenergie wird die Abschaltung von Kern- und Fossilenergie bisher nicht ersetzen können, denn nachts scheint keine Sonne und Wind ist unstetig, die Speicherung im großen Stil technisch bisher kaum möglich oder unwirtschaftlich. Wind- und Solarenergie sind damit nicht grundlastfähig, im Gegensatz zu Kern- und Fossilenergie. Das sei hier der Vollständigkeit halber erwähnt und kann ggf. gesondert diskutiert werden. Hier geht es um E-Mobilität und auch wie diese gewährleistet werden kann.

Eine weitere sehr große Hürde für flächendeckende E-Mobilität ist die Energieverteilung (Stromnetz) bis zum Verbraucher. Das jetzt installierte Stromnetz in D, also bis an deine Haustür, ist ausgelegt für den bisherigen Energiebedarf. Durch flächendeckende E-Mobilität, z.b. jeder Haushalt in deiner Straße hat mind. 1 E-Fzg., steigt der Energiebedarf stark an und kann durch das bisherige Stromnetz schlichtweg gar nicht "transportiert" werden. Die Kapazität der Stromleitungen, Transformatoren, Umspannwerke, etc. ist deutlich zu gering.
Man kann sich das vorstellen wie bei einem Wasserrohr, das kann auch nicht auf einmal viel mehr Wasser durchleiten, sondern es braucht zusätzliche oder entsprechend größere Wasserrohre.

Das hat zur Folge, dass in D nahezu jede Straße aufgerissen werden muss für den Ausbau der Energieverteilung (Stromnetz) bis zum Verbraucher für flächendeckende E-Mobilität. Mach doch den Selbstversuch und beantrage bei deinem Energieversorger (z.b. Stadtwerke) den elektrischen Anschluss für eine Schnellladestation, z.b. 22 kW (mittlerer Anschluss eines E-Auto). Und dann sollen deine Nachbarn das gleiche machen in der ganzen Straße. Und da reden wir noch nicht über Wohnsiedlungen mit vielen Hochhäusern und Tausenden Haushalten.

Als Gegenargument wird gern "Lademanagement" (oder "Lastmanagement") genannt, jeder soll das bei sich zuhause auf eigene Kosten für x.000 EUR zusätzlich zur (Schnell-) Ladestation installieren und dann klappt das mit dem Laden. Ich geb dir mal ein anderes Wort dafür: Rationierung. Jetzt verstanden?

Übrigens, eine Schnellladestation 22 kW, kostet in der Anschaffung über 9.000 EUR, aktuelles Angebot (für 4 Stück d.h. "Mengenrabatt") liegt mir aus beruflichen Gründen vor. Die gibt es bestimmt auch etwas günstiger, doch selbst die Hälfte ist happig für den Normalbürger, dazu evtl. noch das schlaue "Lademanagement" um sich selbst den Ladestrom rationieren zu lassen. Stell dir vor du kommst morgens zum deinem E-Fzg. und es ist nur zu 30% geladen, weil eben die Nachbarn auch laden wollten oder weil die Tschechen im Winter ihren Strom zum Heizen ihrer eigenen Wohnungen brauchen oder wegen Windflaute oder...

E-Mobilität ist eine Nische und wird es mMn auf Jahrzehnte bleiben, nicht nur in D.
Der Vorreiter China (weltgrößter Fzg.Markt, auch E) hat das schon längst erkannt und schwenkt wieder um.

Quellen:
(1) https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/suedbaden/Aeltestes-franzoesisches-Atomkraftwerk-an-der-deutschen-Grenze-Endgueltige-Abschaltung-Fessenheim-im,fessenheim-vor-abschaltung-100.html
(2) https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/suedbaden/Electricite-de-France-Neueste-Plaene-fuer-die-Abschaltung-des-AKW-Fessenheim,akw-fessenheim-perspektiven-100.html
 

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Grüße, BlackChrome

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Geschrieben von EJP am 31.12.2019 um 15:56:

Jetzt geht das ewig gestrige Zeug schon wieder los. Ich hab wirklich keine Lust, den ganzen argumentativen Mist hier aufzuräumen. Wer's braucht, der soll halt weiter jammern.
Daher nur ein paar (hoffentlich) konstruktive Punkte:

- Ja, Elektroautos sind nicht die Lösung! Das ist jedem klar, der denken kann. Wie auch sollte das Problem "Auto" durch noch mehr Autos gelöst werden. Elektroautos brauchen wir, weil der Umstieg nun wirklich sehr schnell gehen muss und an vielen Stellen (z. B. auf dem Land) der Individualverkehr nicht schnell genug abgebaut werden kann.

- Mit Sektorkopplung klappt dann auch der Umstieg auf erneuerbare Energien - wenn wir uns anstrengen, sogar schnell genug.

- Ja, das schaffen wir nicht so nebenbei. Das wird teuer und aufwendig. Aber das ist eine der besten Investitionen in unsere Zukunft. Die Alternative (über 2° Temperaturerhöhung) will ja wohl keiner seinen Nachkommen hinterlassen.

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Danke an alle, die nichts zu sagen hatten und trotzdem geschwiegen haben.


Geschrieben von harleykill am 31.12.2019 um 16:01:

Ernst, ohne Dich persönlich angreifen zu wollen (was mir wirklich fern liegt), warum muss der Umstieg jetzt wirklich schnell gehen?


Guten Rutsch Jungs!

harleykill

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Geschrieben von Moos am 31.12.2019 um 16:07:

Warum muß man hier seit Tagen wieder nur noch OT sein. Es geht um Elektromotorräder und nicht um Atomausstieg, etc. 

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Wer mit dem Gastgeber nicht klar kommt, sollte nicht hin gehen.