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Geschrieben von motorcycle boy am 01.03.2024 um 20:05:

Quetschkante hilft gegen Klingeln und Klopfen. Wenn es das vorher nicht getan hat, wird es das jetzt auch nicht tun.

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„I don‘t like valves that look like golf tees. Intake valves should be the size of trash can lids, and pistons should be the size of manhole covers“ (Jay Leno)


Geschrieben von Casimir am 01.03.2024 um 22:19:

Ja ok...nein...mir ist da nichts aufgefallen. Nu ist die Kiste aber auch recht laut.
Verkokungen sind da am oberen Laufbuchsenrand schon ganz ordentlich gewesen. Die haben sich seit der letzten Demontage der Zylinderköpfe  vor gut 4000km ganz ordentlich angehaftet.
Die Ventilschaftdichtungen waren auch ziemlich im Eimer.
Ich hatte die Zylinderköpfe einfach mal auf die Zylinder gesetzt nachdem ich die geschliffen hatte und einen Spalt von ein paar Zehntel mm gemessen. Da kommen dann ja noch die Zylinderkopf und -fußdichtungen dazu die die große Quetschkante verurachen.
Heute habe ich die Ölpp, und das Piniongear montiert.
Dazu habe ich die KW mit einem alten Zahnriemen auf etwas unkonventionelle Art blockiert. ..klappte aber bestens.

Montag montiere ich den Wedi in den Nosecone und dann kann der komplette Ventiltrieb dicht gemacht werden.
Warte dann noch auf den vergessenen Wedi und das Distanzstück auf der linken KW-Seite.

Könnte dann gut sein, dass ich den Motor dann nächstes WE wieder an seinen Arbeitsplatz befördern kann.

Eine Frage habe ich da mal wieder...
Auf dem Ölpumpenanschlußbild und auf dem Ölpp-bild sieht man links von der Pumpe die beiden Anschlüsse im Motorgehäuse.
Einer von den beiden war Blindgesetzt...ich denke mal der obere mit dem verlängerten Schlauchanschlu0 für Vakuum (M). Der geht direkt an den Breather.
Ist das der Anchluß um das Primäröl aus den Kasten (L) abzusaugen?

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Grüße, Tim

Have a nice fa(h)rt...

 


Geschrieben von motorcycle boy am 02.03.2024 um 01:52:

Laut Schaubild ja großes Grinsen

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Geschrieben von Tommel am 02.03.2024 um 16:44:

Brauchst du nur wenn du den OEM Kettenöler und Absaugung verwendest
Dafür gibt es bündige Blindstopfen mit Innensechskant. Viele sind aus Edelstahl und deshalb sollten diese vorher mit Paste behandelt werden


Geschrieben von Casimir am 05.03.2024 um 13:14:

Gestern den Nosecone mit 9Nm fertig montiert.
Axialspiel von der NW im unteren Bereich bei 0,04mm und der Breather hat etwas mehr Spiel...2/10mm vielleicht.

Hab von WWAG gestern schon die Freitag abend bestelten Teile bekommen...Wahnsinn wie schnell die immer sind.
Leider passte die Distanzbuchse für den Simmerring am Sprocketshaft nicht... ist 4/100mm enger als die Originale,die man saugend auf die Welle schieben kann.
Bau die alte Buchse, natürlich mit einem neuen Simmerring, wieder ein. Die Fläche zum Lager sieht noch gut aus und sollte abdichten.

Dann noch die Tappeltblocks mit den Stößeln anschrauben, Lima und Pulley und dann ist der Motor einbaufertig.

Vergaser, Zündung und Stoßstangen kommen später.

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Grüße, Tim

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Geschrieben von Tommel am 05.03.2024 um 22:50:

Der Spacers läuft immer mit.
​​​​​​Daher ist es wichtig das die Oberfläche des Spacers , Außendurchmesser, unbeschädigt ist. Rillen, Riefen auf dem Spacer beschädigen den neuen Simmering schnell


Geschrieben von Casimir am 05.03.2024 um 23:10:

zum zitierten Beitrag Zitat von Tommel
Der Spacers läuft immer mit.
​​​​​​Daher ist es wichtig das die Oberfläche des Spacers , Außendurchmesser, unbeschädigt ist. Rillen, Riefen auf dem Spacer beschädigen den neuen Simmering schnell

Jo, ist klaro...der spannt sich beim Festziehen des Pulley fest.
Hab den Spacer gescotcht und der sieht gut aus...die hintere Anlagefläche zum Kw-Lager und die Lauffläche für den Simmerring.
Hab den Motor heute soweit zusammengebaut dass er in den Rahmen kann.
Hatte mit wwag geschnackt. Die interessiert das besonders, weil evtl. die Charge fehlproduziert ist.

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Geschrieben von Ben.Gee am 06.03.2024 um 10:00:

zum zitierten Beitrag Zitat von Ben.Gee
Ich berichte mal von meiner 75er FX... Gekauft vor genau einem Jahr in äußerlich ganz gutem Zustand und nur mit kleineren, sichtbaren Macken (Beschleunigerpumpe defekt weil Membran rissig, Vergaser komplett zugesetzt mit Dreck, wurde mit einem Ultraschallbad gelöst).

Im Spätherbst hab ich festgestellt, dass die Kopfdichtung vorn hinüber war. Das Ding hat geraucht wie blöde und außerdem waren von den controls bis zum Auspuff fiese Ölspritzer überall. Hab den Hocker zu einer Fachwerkstatt hier in Darmstadt gebracht und nun geht die ganze Litanei erst richtig los...
Erst mal hat er dort festgestellt, dass viele Schrauben nur handfest gesessen haben (die vom Hinterradritzel aber auch die Zylinderfußschrauben), dazu der Vorbesitzer wohl metrische Schrauben in den Primärdeckel gewichst hat, darum hat sie auch so gesifft. Also mindestens drei Helicoils sind fällig...

Die Laufflächen der Zylinder waren schon bedenklich "rillig", also beide zum hohnen rausgeholt. Bei der Gelegenheit die Köpfe sandgestrahlt weil innen mit Schlonze verbacken und außen milimeterdick Farbe drauf - schlechte Kühlwirkung.

Zum Erneuern des Simmerrings auf der Getriebehauptwelle dann festgestellt, dass genau diese auch eingelaufen ist und erneuert werden muss. Achja, die Kupplung ist auch hinüber und es waren z.T. unterschiedliche Reibscheiben drinnen (wurden wohl mal gebrauchte Teile eingebaut)... die wäre mir in Kürze wohl auch um die Ohren geflogen.

Aber immerhin sind Kolben, Nocken- und Kurbelwelle noch tiptop und auch die Zahnräder des Getriebes machen einen guten Eindruck.

Kurzum, das Ganze kostet mich wohl noch 2-3 große Scheine und ich hoffe, der/die Vorbesitzer bleibt mit seinem Sack an nem rostigen Nagel hängen irgendwann!

Zu dem oben erwähnten kam noch ein neuer innerer Primärkasten dazu (den ein Freund zum Glück noch rumliegen hatte, Ersatzteilbeschaffung gerade extrem schwierig), da der alte Kasten am Ausgang der Getriebewelle bereits geschweißt wurde und mit neuen Lagern nun auf einmal an der Welle gerieben hat. Vermutlich beim Schweißen minimal verzogen, musste also auch ersetzt werden. Summa Summarum 3.000 € gezahlt aber nun schnurrt sie wirklich wie ein Kätzchen und ich bin am Wochenende die erste 200km Tour gefahren ohne auch nur irgendwelche Problemchen. Bin am Ende auch froh, dass ich nicht selbst angefangen habe mit der Kopfdichtung.. Was da noch alles hinterher gekommen ist, hätte mich heillos überfordert ^^ Achja, die Kolben und Zylinder wurden freilich auch getauscht, wenn die Zylinder schon Riefen hatten. Hatte ich im ersten Post falsch aufgeschrieben...


Geschrieben von Casimir am 07.03.2024 um 16:37:

Gestern war Hochzeit...
Schrauben sind auch drin mit neuen Nordlockscheiben.

Werde dann erstmal den Riemen aufsetzen und schauen, das die Ölpumpe gefüllt und entlüftet wird.
Dann wird als erstes die Pumpfunktion gecheckt.

Wer Nordlockscheiben nicht kennt und Schrauben immer nur mit Loctite festschraubt, der sollte mal den folgenden Link anklicken...
https://www.youtube.com/watch?v=iGhpJUqF2CQ

Sicherlich ist Nordlock nicht für jede Schraube gebräuchlich, aber für viele.

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Geschrieben von Casimir am 08.03.2024 um 13:42:

Hab gestern die Ölpp. entlüftet und nach und nach die Ölleitungen montiert und immer wieder das Öl per KW drehen durchgepumpt um sicher zu gehen, das es auch überall ankommt.

Hab dann eben nochmal eine Montageanleitung für Andrews Nockenwellen gefunden.
Da schreiben sie, dass das axiale Spiel 0,25-0,38mm haben soll. Im Shovelhandbuch steht 0,03 - 0,41mm.
Ich hab jetzt 0,04mm Spiel.
Dehnt sich die Andrews mehr aus???
Bin jetzt schwer am hadern den Nosecone nochmal abzunehmen und das Spiel anzupassen.
Wäre jetzt ja noch recht einfach möglich.

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Geschrieben von Tommel am 08.03.2024 um 15:23:

4/100 finde ich persönlich recht knapp, denke aber schon das es funktieren wird und 0,4mm finde ich total gesponnen da die Nocke dann ununterbrochen am Steuerdeckel hörbar klopft.
Ich kenne keinen der mehr als 0,25mm Luft lässt

Ca 0,07 -0,09 war immer meine persönliche Wahl.

Die 0,4mm im Lateshovel-Handbuch kommen, glaube ich, noch aus dem Zeitalter der Knuckles und frühen Pans da bei denen das Pinionrad axial wandern kann (und nicht wie bei dir festgepresst ist) und dieses Pinionzahnrad das Wurmrad der Zündung antreibt.
Da sind 0,4mm max ok
Aber bei deinem Lateshovel sollten 0,04 schon funktionieren


Geschrieben von Casimir am 08.03.2024 um 19:29:

OK...ich lass es dann erstmal so.
Tank, Vergaser, Stoßstangen, Ventilspiel einstellen und der Auspuff.
Dann kann der erste Start kommen ...
Bin schon voll nervös 😬

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Geschrieben von Casimir am 18.03.2024 um 16:22:

Erster kurzer Motorstart ist vollbracht. Nach der typischen Vorbereitung sprang der Motor beim 2. Kick an und lief auch ruhig.
Bin dann einmal die Straße(100m) runter und wieder hoch gefahren...keine offensichtlichen Ölleckagen oder komischen Geräusche. 

Werde für die Einlauffahrt nun auf besseres Wetter warten.

Was sofort auffiel, dass das Kicken sich anders verhält. Durch den gebrochenen Kolbenring hatte ich immer nur einen Verdichtungstakt gespürt...dachte immer, dass wäre so normal und 
aus beiden Endtöpfen pufft es jetzt schön abwechselnd raus. Vorher lief der hintere Zylinder immer nur so lala mit.
Ich kann mir vorstellen, dass die Kiste nach dem Einfahren noch mehr reißen wird als sie eh schon gerissen hatte.

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Geschrieben von Casimir am 27.03.2024 um 21:45:

Moin Leute,
heute wars soweit...das Wetter war gut und ich konnte die ersten, vorsichtigen 30km einfahren.

Spannend wars. Man hat Ohren und Augen die ganze Zeit sperrangelweit offen.

Für einen Moment dachte ich an Öldruckprobleme und habe den Rücklauf nochmal abgenommen und bei laufendem Motor in eine Flasche laufen lassen.

Der ZZP hat sich iwie nochmal in Richtung spät verstellt, so dass ich ihn nochmal mit dem Kontaktabstand zusammen einstellen musste.

Ansonsten ist alles dicht, wird aber morgen nochmal genauer kontrolliert wenn sie abgekühlt ist.

Samstag ist das Wetter hier im Norden wohl wieder top für eine nächste Runde.

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Geschrieben von v2devil am 27.03.2024 um 23:11:

hört sich doch gut an. Good luck! Freude

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Nicht alles, was ein Loch hat, ist Kaputt!!!
Gruß
v2devil großes Grinsen