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Geschrieben von Scirocco am 08.06.2026 um 13:22:

Die alten 650/750 Kawas hatten auch Primärketten im Motor und die haben das 10W40 Öl ohne Schaden überstanden.


Geschrieben von Road King Spezial 22 am 08.06.2026 um 14:09:

Die Getriebe ja offensichtlich auch. Ist ja alles ein Kreislauf. Einfach, aber ja nicht schlecht.
Dennoch kann man eine 650/750 Kawa von vor 40 - 50 Jahren ja nicht mit einem Big-V Twin von heute EU 5 vergleichen. Nicht umsonst hab ich das ja mal deutlicher beschrieben, um was es bei den schweren Eisen geht und warum kein zu dünnes und zu dickes Öl.
Aber das Thema ist auch erschöpft u. ich rede auch nicht vom 20 W 50 SAE 50, sondern 15 W-50.
Was am Ende jeder wo reinkippt, oder kippen lässt, muss jeder für sich selbst entscheiden, seine klimatischen Bedingungen und das jeweilige Betriebsprofil, aber sinnvoll ist es grundsätzlich immer auf die Herstellerfreigabe und Empfehlungen zu achten.

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4 Räder bewegen den Körper, 2 Räder den Geist!


Geschrieben von Road King Spezial 22 am 08.06.2026 um 14:16:

Ob 10 W60 oder 15 W50 = Keines der Öle ist pauschal „besser“, da sie für unterschiedliche Einsatzbereiche und Motorenkonzepte entwickelt wurden.
10W60 bietet extremen Hitzeschutz bei Hochleistungsmotoren, neigt aber zu schnellerem Verschleiß der Additive !!!!!!
15W50 ist bei hohen Temperaturen langzeitstabiler und die bessere Wahl für ältere Motoren und sportlichen Straßeneinsat


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Geschrieben von motorcycle boy am 08.06.2026 um 16:50:

zum zitierten Beitrag Zitat von Scirocco
Die alten 650/750 Kawas hatten auch Primärketten im Motor und die haben das 10W40 Öl ohne Schaden überstanden.

Aber auch hier sind vier kleine Zylinder (= mit vieeeel weniger Wärmeentwicklung pro Verbrennungstakt) alle optimal und gleich gekühlt  in den Fahrtwind gerichtet mit  optimal gekühltem Auslassventil ganz vorne oben angeordnet, warum wohl verwirrt  . Mit Primärketten hat der Bedarf an Ölviskosität nun aber wirklich überhaupt nix zu tun  unglücklich  .  Die Ölviskosität in Harley-Primärkästen  bestimmt neben den Additiven maßgeblich das Trennverhalten der Kupplung, wobei Harley bei diesen Additiven kein glückliches Händchen hatte. Heißt, in Deinen Kawabeispielen ist die Anforderung der Primärkette nun wirklich irrelevant.

Und früher drehten diese Kurzhuber mit ihren wegen den kleinen Zylindern leichten Kolben auch nur 8000/min, was auf gemütliche 15 -16 m/sec von leichten Kolben bei fettem, verdunstungskühlenden Gemisch mangels Emissionsvorgaben hinauslief.

Echt Nix für Ungut (= nicht beleidigend gemeint) , aber lass es doch einfach, dauernd nachzukarten, wenn Du anscheinend keine Ahnung hast  unglücklich

By the way: auch in diese Wälzlagermotoren würde ich 10W60 nur einfüllen, wenn ich spätestens (!) nach 3000 km einen Öl-mit-Filter-Wechsel machen würde. Der Grund des schnellen Zermahlens der langkettigen Polymere wurde hier nun schon oft genug unwidersprochen (!) durchgekaut: Das ist einzig und allein für Gleitlagermotoren entwickelt worden!

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„I don‘t like valves that look like golf tees. Intake valves should be the size of trash can lids, and pistons should be the size of manhole covers“ (Jay Leno)


Geschrieben von Q-Flat am 09.06.2026 um 09:50:

Es wird ja gerne gegen Ölthreads gelästert. Oft zu Recht, wenn darin nur Glaubensbekenntnisse ausgetauscht werden. Oder schlichte Kaufempfehlungen. Auf diesen 8 Seiten wurde aber auch viel nützliches Grundlagenwissen vermittelt. Danke einmal, zwischendurch, für die technisch informativen Beiträge hier. Natürlich darf es bei so einem heiklen Thema auch einmal ironisch werden ("Wenn man intellektuell nicht ausreichend aufgestellt ist, sollte man keine Ölfrage stellen!" - ist doch mal ein echter Biker-Spruch fröhlich ).

Ich muss ehrlich sagen, dass ich es überhaupt nicht lustig fand, als Harley zunächst sein mineralisches, dann sein teilsynthetisches Syn3 20er-Öl aus dem Angebot nahm. Jedes Mal wurde das "echte, klassische" Harley-Öl (das einzig Wahre für echte, klassische Harley-Motoren  Freude ) gegen einen unnötig fortschrittlichen Schicki-Micki-High-Tech-Cocktail ersetzt.  Diese Zugeständnisse an die Moderne zeigten doch im Kleinen in welch traurige Richtung sich Harley im Ganzen bewegte Freude . Also nein, wenn Harley jetzt, wie alle anderen, auch nur noch 15W50er anbietet, kann ich das genauso gut anderswo kaufen! (Werde ich natürlich nicht - aus sentimentaler Bindung an Die Marke).

Zum Abschluss noch etwas Ernsthaftes: einige plädieren für spezielles Getriebeöl für das Harley-Getriebe. Da dieses ja eine, im Prinzip, abgeschlossene Einheit bildet, kämen hier auch GL-5 Öle (wie Castrol 75W140) mit Phosphor- und Schwefeladditiven zur besseren Scherstabilität in Frage. Da diese Additive, wie man weiss, Kupfer angreifen gelten diese Öle aber als Lichmaschinen-Killer, wenn sie in den Primär eingefüllt werden. Bei den M8-Motoren gab es das viel diskutierte Transfer-Problem und auch bei den Twincams ist, bei hohen Laufleistungen, ein leichter Transfer vom Getriebe in den Primär vielleicht nicht völlig auszuschliessen. Deshalb könnte dann die Benutzung eines GL-5-Öls im Getriebe vielleicht doch zu einem Problem für die Statorwicklungen im Primär werden. Deshalb bleibe ich bei der Harley-Empfehlung, eins für drei. Aber auch das ist vielleicht  eine Glaubensfrage. Ich lasse mich da gerne von den Spezialisten belehren.

Gruss,

Uwe.