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Geschrieben von Rockerbox-FLHT am 12.01.2019 um 00:02:

RE: Ventilschaftdichtungen TC 88 wechseln, bei eingebautem Zylinderkopf

Super, ich hab mir das mal ausgedruckt. Und dann einem Kumpel gefaxt. 😜😜😜

Gruß  Sven 


Geschrieben von 5sterne am 12.01.2019 um 03:08:

RE: Ventilschaftdichtungen TC 88 wechseln, bei eingebautem Zylinderkopf

Sehr gut.... weiter so...👏👏👏


Geschrieben von Karl H. am 21.07.2023 um 13:55:

RE: Ventilschaftdichtungen TC 88 wechseln, bei eingebautem Zylinderkopf

Ich hole den alten Thread mal wieder hoch, weil meine 2003er Wide Glide mit ihren knapp 120.000km jetzt doch merklich Öl verbraucht.

Die Verdichtung ist auf beiden Zylindern o.k. und die Zylinderwände zeigen beim Endoskopieren noch ihren Kreuzschliff vom ersten Honen vor 20 Jahren in Milwaukee. Eine Endoskopblick in die beiden Ansaugkanäle (einfach durch den Vergaser rein und dann ums Eck ) zeigt jeweils eine schwarze Ölspur vom Ventilschaft zum Ventilsitz. Das "riecht" also nach verschlissenen Ventilschaftdichtungen (plus evtl. Führungen)

Aus einem vor einigen Jahren gekauften Dichtungsset von Cometic habe ich noch die von Alex empfohlenen, sehr elastischen Ventilschaftdichtungen, die evtl. auch einen gewissen Ventilführungsverschleiß tolerieren.

Ich werde mir eine Lösung ähnlich der von Ray basteln und berichten!

Gruß
Karl

Ich glaube nicht, dass ich mich irren kann. Denn als ich glaubte mich zu irren, hatte ich mich geirrt

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Gruß
Karl


Geschrieben von mr.lowrider am 23.07.2023 um 20:36:

RE: Ventilschaftdichtungen TC 88 wechseln, bei eingebautem Zylinderkopf

Hi Karl,
dann viel Spaß und guten Erfolg beim Basteln
Gruß
Ray

.
S&S 117 cui got me under pressure ...


>>>..........Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie andere mich gerne hätten..........


Geschrieben von Karl H. am 24.07.2023 um 17:20:

RE: Ventilschaftdichtungen TC 88 wechseln, bei eingebautem Zylinderkopf

So, heute kam Regen, und ich habe deshalb das Projekt "Ventilschaftdichtungen" gestartet.

Also Moped auf den Heber, Tank maximal angehoben und Rockeboxen demontiert.

Um das System von Ray nachzubauen, habe ich im Baumarkt eine Lochplatte und einen gelochten Winkel geholt.



 Nach einigem Hin und Her stellte ich fest, dass der Winkel alleine genügt hätte, weil praktisch alle Kräfte über die Schraube gehen, die den Winkel hält und dem Schlitz für den Schraubenschlüssel am nächsten ist.

So sah es dann unter Verwendung eines zurechtgesägten Schraubenschlüssels aus der Schrottkiste aus:



Zufällig gibt es die Möglichkeit, den Hebelarm des Schlüssels auf einer passend eingedrehten Schraube so zu stützen, dass man beim Manipulieren der Keile keine drei oder vier Hände braucht.



Die Pressluft liefert ein Pannenkompressor des VW-Konzerns über eine ausgebeinte Zündkerze. Rund 3 bar liegen im Betrieb an.



Der Motor ist über Getriebe (5. Gang) und Hinterradbremse blockiert. Ein Spannband ersetzt den Bremsfuß.



Nach Abziehen der ersten Ventilschaftdichtung und Vergleich mit dem Neuteil dachte ich zunächst, der Ventilschaftdurchmesser passt nicht. Aber nein, der alte Dichtring war komplett aufgeweitet und sicher völlig wirkungslos!

Das Ventil hatte trotz 120.000km keinelei fühlbares Spiel in seiner Führung. Super! 😁



Das erste Ventil ist jetzt fertig und drei habe ich noch vor mir. Die werden dann sicher erheblich schneller erledigt sein. Morgen ist auch noch ein Tag 

Gruß
Karl

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Karl


Geschrieben von Karl H. am 24.07.2023 um 18:12:

RE: Ventilschaftdichtungen TC 88 wechseln, bei eingebautem Zylinderkopf

Habe schonmal den Winkel am zweiten Ventil montiert, und zwar um 180° gedreht, damit die Lage des Schlitzes zum Ventilwinkel passt. Dabei ergibt sich ventilseitig ein größerer Hebelarm, mit dem ich mehr Hub am Ventil machen kann. Das sollte beim Einsetzen der Keile vorteilhaft sein.

Nachtrag: Ja, es ist vorteilhaft! Ventil 2 auch erledigt...



Gruß
Karl

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Karl


Geschrieben von Karl H. am 26.07.2023 um 10:26:

RE: Ventilschaftdichtungen TC 88 wechseln, bei eingebautem Zylinderkopf

Nach erfolgreichem Abschluss der Arbeiten ein kurzes Resümee:

- Ray‘s Idee mit dem geschlitzten Blech als Lagerpunkt für einen Gabelschlüssel ist perfekt!

- Die an der Vorrichtung wirkenden Kräfte sind massiv:

        - Blechstärke des Winkels min. 2.5mm (Stahl) erforderlich

        - Der Schlüssel biegt sich merklich durch. Eine Verlängerung spart Haltekraft.

- Eine zweite Person ist zu empfehlen, die die Ventilfeder spannt, während man selbst an den Keilen fummelt

- Das Zuhalten der Ventile mit einem in den Brennraum geschobenen Seil (Youtube) funktionierte bei mir nicht

- Als Lagerpunkt eine Bohrung im Schlüsselschaft (Youtube) führt sicher zum Bruch des Schlüssels

- Beim Dichtungswechsel ohne Kopfdemontage bleiben die Auslassventile so verkokt, wie sie sicherlich sind

- Ich würde es wieder so machen! 😁

Gruß
Karl

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Karl


Geschrieben von mr.lowrider am 27.07.2023 um 20:42:

RE: Ventilschaftdichtungen TC 88 wechseln, bei eingebautem Zylinderkopf

Hi Karl,
super, wenn es dann so geklappt hat. Ich hatte deine Nachricht eben erst gelesen und dir geantwortet. Danach habe ich deinen Bericht gelesen.
Selbstversändlich hätte ich dir mein Werkzeug zum Niederdrücken und die "Spezialkerze" geborgt.
Aber ich sehe, selbst ist der Karl 😁.

Gruß
Ray

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Geschrieben von Karl H. am 21.09.2023 um 16:25:

RE: Ventilschaftdichtungen TC 88 wechseln, bei eingebautem Zylinderkopf

Erfolgskontrolle:

Nach inzwischen 500 gefahrenen Kilometern ist kein Ölverbrauch mehr feststellbar. Die Ventilschaftdichtungen waren also die (einzige) Ursache für den Ölvebrauch. Sehr erfreulich! 😁

Gruß
Karl

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Karl


Geschrieben von 650er am 21.09.2023 um 23:39:

RE: Ventilschaftdichtungen TC 88 wechseln, bei eingebautem Zylinderkopf

👏👏👏Super! Gratuliere! Aber ich glaube dass ich es wenn, trotzdem auf die klassische Art und Weise machen würde.  


Geschrieben von Q-Flat am 28.09.2023 um 04:04:

RE: Ventilschaftdichtungen TC 88 wechseln, bei eingebautem Zylinderkopf

Freude an High-Tech Spielzeug (Endoskop), einfache Bastellösungen und minimalistische Schrauberkunst - ganz der Karl!