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Danke für den Tipp bezüglich anderem Getriebeöl. Der 8'000 km Service steht in Kürze an. Ich werde dies mal mit der Werkstatt besprechen.
Nun, in der Lobeshymne die Harley-Davidson bei der Vorstellung des Milwaukee-Eight Motors über sich geschrieben hat, war von einer verbesserten Schaltbarkeit des Getriebes die Rede. Ist wohl eher Wunschdenken harleyseits – in etwa so wie die angeblich bessere Geräuschkulisse der Originalauspuffe...
Und nein, ich persönlich bräuchte die Geräuschkulisse nicht beim schalten. Ich finde dies für ein modernes Motorrad eher ein Armutszeugnis. Das es besser geht zeigen V-Twins anderer Motorradmarken. Es scheint aber
bei Harley eine Riesige Streuung bezüglich der Schaltbarkeit zu geben – was wiederum auch nicht für eine hohen Fertigungsgüte spricht...
Trotzdem: Trotz Wischiwaschi-Getriebe und der harten Federung, habe ich auch nach einem Jahr noch immer Herzklopfen, wenn ich auf meine Mühle steige – nicht zuletzt auch dank J&H
Du kannst mal die Kupplung neu einstellen.
Oder eine Sekunde warten, nachdem du die Kupplung gezogen hast und dann erst schalten. In der einen Sekunde verzögert sich die Eingangswelle etwas und der Schlag wird sanfter.
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Das Leben ist zu kurz für gummigelagerte Motoren und Ausgleichswellen.
„Das es besser geht zeigen V-Twins anderer Motorradmarken.“
Der Wildstar - Motor von Yamaha, der vom Konzept her (Luftölgekühlter Motor heizt das Getriebe auf) am ehesten mit dem HD-BT vergleichbar ist, war aber auch durchweg für sein krachendes Getriebe berüchtigt .
Nach meinen Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis sind die Schaltgeräusche des luftölgekühlten M8 gegenüber dem reinluftgekühlten TC aber schon geringer, weil letzterer das Getriebe natürlich noch mehr aufheizt. Deswegen dürfte auch ein 80W140 oder ein 75W140 noch am ehesten Abhilfe schaffen. Tut es nach meiner Erfahrung jedenfalls beim TC.
Nach längerem Stillstand kommt beim Schalten in den 1. noch der Effekt der klebenden Kupplungscheiben hinzu. Abhilfe:
- vorm Kaltstart bei stehendem Motor 1. Gang rein
- Kupplung gezogen lassen
- Motorrad im Sitzen rückwärts schieben (geht besser als vorwärts) trennt die klebenden Scheiben
- Kupplung gezogen lassen
- mit gezogener Kupplung und 1.Gang drin anlassen (belastet den Anlasser etwas stärker)
Das ist allerdings ein spezielles Harley-Problem, weil die archaische Primärkette im getrennten Kasten einerseits im Ölbad laufen und andererseits den Kupplungskorb umschlingen muss. Dass zwingt den unteren Teil der Kupplungsscheiben dauerhaft ins Ölbad. Damit ziehen sie sich durch die Kapillarwirkung enger Spalte besonders im längeren Stillstand das Öl zwischen die Scheiben, was diese verklebt. Bei allen anderen Quermotoren, insbesondere durchweg der japanischen mit Zahnradprimär und Getriebe im Motorgehäuse, kann der Kupplungskorb komplett über dem Max-Level des Motoröls hängen. Primär und Kupplung werden hier durch das aus den unteren Pleuelaugen spritzende Öl geschmiert.
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„I don‘t like valves that look like golf tees. Intake valves should be the size of trash can lids, and pistons should be the size of manhole covers“ (Jay Leno)
Muss immer etwas rückwärts aus der Garage rollen. Siese 20 Sekunden halte ich die Kupplung gezogen und lege dann den 1. Gang fast geräuschlos ein. Während der Fahrt lege ich den ersten Gang nur bei kompletten Stillstand des Bikes ein. Sonst knalt es ordentlich….
Also ich bin ja auch noch relativ neu in der Harley Welt und hatte davor nur italienische und japanische Getriebe. Aber das „klonk“ vor allem beim ersten Einlegen des 1. Gangs gibt mir immer ein wohliges Gefühl und ich weiß, jetzt beginnt die fun-time.
ich würde an deiner stelle eher versuchen, es als besonderes Charakteristikum zu sehen, statt vergebener Versuche mit anderen Ölen hinterherzurennen. Falls du es gar nicht erträgst, wünsche ich dir aber viel Erfolg mit einem anderen Getriebeöl.
Der erste Gang, wenn sie noch kalt ist. Ok, da kracht es ein bisschen. Danach aber sehr geschmeidig.
Meine ex Zephyr 1100 konnte es bezüglich des Krachens noch viel besser. Auch vom ersten in den zweiten.
Was ich dagegen mache? Nix. Ich akzeptiere es.
Morgens, frisch aus der Garage, da kracht es auch ordentlich im Getriebe beim Einlegen des ersten Gangs, aber danach ist Ruhe. Und wie schon vorher erwähnt, konnten auch die anderen Moppeds ganz gut die Anwesenheit des ersten Gangs akustisch anzeigen
zum zitierten Beitrag Zitat von stachri
Nun, in der Lobeshymne die Harley-Davidson bei der Vorstellung des Milwaukee-Eight Motors über sich geschrieben hat, war von einer verbesserten Schaltbarkeit des Getriebes die Rede. Ist wohl eher Wunschdenken harleyseits – in etwa so wie die angeblich bessere Geräuschkulisse der Originalauspuffe...
Und nein, ich persönlich bräuchte die Geräuschkulisse nicht beim schalten.
„Wenn andere das dann noch als "lautlos und butterweich" bezeichnen, fühle ich mich schon minimal verarscht“
Wie oben schon geschrieben: Das kann durchaus sein, da will Dich keiner verarschen. Auch bei mir kracht nur der 1. und der 2. geht bei heißem Getriebe beim ersten Hochschaltversuch nicht rein (vorm Einfüllen von 80W140, versteht sich ).
Alles andere schaltet sich butterweich.
Die Ursache für die Unterschiede sind Harleys großzügige Fertigungstoleranzen. Bei den Japanern kämen solche Abweichungen rigoros vom Band direkt in den Schrottcontainer. Die können nach dem Stand der Technik von Werkzeugmaschinen auch nicht präziser fertigen, aber sie sortieren größere Abweichungen einfach viel rigoroser aus (Quelle: "2. Revolution in der Automobilindustrie") . Soviel Ausschuss ist Harley einfach zu teuer.
Einzige Ausnahme in der gesamten Harley-Geschichte war das Evo-5-Gang-Getriebe, da hatte Porsche beim gesamten unter ihrem Namen konstruierten Triebstrang auf ihren max. zulässigen Toleranzen bestanden. Wenn Dir das beim Harley-Fahren derart wichtig ist, mußt Du Evo fahren
Für Laien:
- „(max.) Toleranz“ steht für „(max. zulässige) Abweichungen“ vom in der Konstruktion vorgegebenen einzuhaltenden Messwert
- „Luft“ bis „Pressung“ zwischen Bauteilen ist „Spiel- oder Press-Passung“ und hat mit „Toleranz“ rein garnix zu tun. Bei den Amis gibt´s über der "Spielpassung" noch die "Wurfpassung"
- das wird von Laien gerne durcheinander geworfen
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„I don‘t like valves that look like golf tees. Intake valves should be the size of trash can lids, and pistons should be the size of manhole covers“ (Jay Leno)
zum zitierten Beitrag Zitat von motorcycle boy
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....Das ist allerdings ein spezielles Harley-Problem, weil die archaische Primärkette im getrennten Kasten einerseits im Ölbad laufen und andererseits den Kupplungskorb umschlingen muss. Dass zwingt den unteren Teil der Kupplungsscheiben dauerhaft ins Ölbad. Damit ziehen sie sich durch die Kapillarwirkung enger Spalte besonders im längeren Stillstand das Öl zwischen die Scheiben, was diese verklebt. Bei allen anderen Quermotoren, insbesondere durchweg der japanischen mit Zahnradprimär und Getriebe im Motorgehäuse, kann der Kupplungskorb komplett über dem Max-Level des Motoröls hängen. Primär und Kupplung werden hier durch das aus den unteren Pleuelaugen spritzende Öl geschmiert.
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Aber vermutlich alles Geschmacksache
Gute Fahrt!
Wenn das Klonk des ersten Gangs weg ist (war bei meinem Early Shovel im Wishbone mit Primär-Riemen und Trockenkupplung übrigens auch so) , war es doch technisch garnicht so sinnlos
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„I don‘t like valves that look like golf tees. Intake valves should be the size of trash can lids, and pistons should be the size of manhole covers“ (Jay Leno)
Moin Moin
angeblich gab es mal eine Umfrage bei HD wonach die Kunden nicht auf das Klong verzichten wollten. Die gleiche Frage stellte BMW auch seinen Kunden. Auch die wollten das
Klong weiterhin hören.
Mein Mopped Heritage Classic mit 114er Motor
Bei der Leerlaufsuche bin ich fast immer erfolgreich.
Nur etwas finde ich ungewöhnlich, beim Hochschalten vom 1. in den 2. dann in den 3. und ab und an auch mal in den 4. muss ich vom Gefühl her mehr Kraft aufwenden.
Bei meiner 2006er Softail ging es meist Butterweich.
Viele Grüße von der Ostsee
@bulli44 Wenn Harley-Davidson dieses öhrenbetäubende (bei mir wenigstens) Klonk tatsächlich bewusst fabriziert, dann ist wohl bei den Leuten die ihre Maschine "butterweich" schalten können etwas am Getriebe kaputt...
Also ich mag das Klonk auch. Ich mag es als Geräusch einer kraftvollen Mechanik, es hat für mich etwas "analoges" und das gibt mir ein gutes Gefühl in dieser immer digitaler werdenden Welt. Ist so 'ne emotionale Sache, muss man nicht verstehen, muss man auch nicht mögen, aber bei mir ist es einfach so. Wir wissen alle, dass Harleys in vielen Bereichen nicht auf dem höchsten Stand der Technik (auch Fertigungstechnik) sind, dass sie im Grunde viel zu teuer für das sind, was sie rein materiell bieten. Aber da ist halt dieser andere Faktor, der natürlich ein Stück weit irreal ist, aber das ist ja z.B. ein Gefühl wie Liebe auch und man macht oder mag Dinge, die oftmals völlig daneben sind - so what? Ist ja bei den Ducatis auch nicht anders: ich liebe die erstaunt-mitleidsvollen Gesichter, wenn ich mit der Rasselkupplung an der Ampel stehe und die Leute meinem, die Kiste fliegt mir gleich um die Ohren. Die einen können damit nichts anfangen, ich liebe es.
Also: lass krachen und freu Dich über Dein tolles Moped!
Ich mag den „Klong“ auch. Er sollte deutlich und „melodiös“ sein. Was ich nicht mag, ist einfach nur brachiales Krachen.
Vergleiche ich das Schalten meiner 1999er TC88-Fat Boy (MY 2000) mit meiner 2021er Slim - da liegen Welten dazwischen. Das Schalten an der Fat Boy ist das reine Vergnügen - butterweich, leichtgängig, präzise in allen Gängen, und mit eben diesem speziellen, herrlichen „Klong“. Dagegen die Slim - hackelig, mit größerem Kraftaufwand, das Finden des Leerlaufs Glückssache und im Stehen meist nur über den Umweg des 2. Ganges zu finden, der Klang einfach nur krachend.
Was hat die MoCo wann falsch gemacht, dass sie qualitativ so nachlässt??
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Gruß, Mos