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Geschrieben von paul_maus am 21.05.2014 um 07:14:

Ölwechsel ja/nein

hallo Gemeinde,

anlässlich eines kürzlich durchgeführten Ölwechsels an meiner Heritage hab ich was gefunden was mich doch nachdenklich gestimmt hat....

http://www.youtube.com/watch?v=3G1nmhSZvN0

Was darf man denn davon halten, sollte das am Moped nicht auch so gelten? Bin schon sehr gespannt auf die Meinungen

Gruß PM


Geschrieben von blackwilli am 21.05.2014 um 07:58:

Zitat von paul_maus
Was darf man denn davon halten, sollte das am Moped nicht auch so gelten? Bin schon sehr gespannt auf die Meinungen

Gruß PM

Das ist mal wieder relativ. Das Motorenöle heute - unter optimalen Bedingungen - ewig halten können, ist schon länger nachgewiesen. Optimal heißt dabei, dass ein Motor fast nur im optimalen Temperaturbereich läuft, also Langstrecken, Dienstfahrzeuge, Taxi, etc. und auch nicht übermäßig heiß werden. Und die Motorenbauteile sollten hochwertig verarbeitet sein, also so gut wie keinen Abrieb im Betrieb aufweisen. Das leisten z. B. moderne Automotoren.

Alle genannten Bedingungen, treffen aber in der Regel nicht auf unsere Harleys zu. Die laufen nur sporadisch, kommen erst nach ca. 20 km auf Betriebstemperaturen, dafür aber häufig an die Temperaturgrenzen der Öle. Kurze Strecken ohne genügend Zeit zum Ausdampfen von Kondenswasser können zum Verschlammen beitragen. Und besonders spiel- und abriebfrei sind unsere Motoren auch nicht gerade.


Geschrieben von paul_maus am 21.05.2014 um 10:50:

hi,

genau das trifft es "relativ"

PKW's werden auch nicht alle und bei jeder Fahrt auf Betriebstemperatur kommen, eher ist es wahrscheinlich sogar umgekehrt. Ich kenne keinen Biker der täglich 4 Km zur Arbeit fährt, dafür aber jede Menge Autofahrer die "Kurzstrecke" unterwegs sind.
Das Moped hingegen kommt eher auf Streckenkilometer und Temperatur weil es wetterabhängig zu diversen Ausfarten genutzt wird.
Welche Harley wird so gehetzt dass die "Temperaturgrenzen" eines Motor/Getrieb-Öl's erreicht werden?
Ein PKW kommt ohne Getriebeölwechsel aus, sollte es so sein dass Getriebeöl am Moped mehr beasprucht wird als am Auto?
Weshalb ist im Pimärantrieb ein anders drin als im Motor?
Bis vor wenigen Jahren bin ich Honda-Chopper gefahren, der hatte eine Nasskupplung und nur eine Ölsorte für Motor/Getriebe im gleichen Kreislauf.
Könnte es sein dass -Lobbyarbeit- den riesigen "Hipe" um Öle / Filter etc. am Leben hält?

Gruß PM


Geschrieben von voni am 21.05.2014 um 10:53:

Ganz einfach, probiers aus:

1. Frisches Motor-Öl einfüllen
2. Farbe und Konsistenz beim neuen Öl begutachten
3. Fahre Fahren Fahren und nach sagen wir mal zwei Jahren kontrollierst mal die Farbe und die Konsistenz, dann kommste von alleine drauf, was nun gut oder nicht gut ist Freude

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Cheers
voni


Geschrieben von NT-Tom am 21.05.2014 um 15:53:

dann aber auch den "5l ölwechsel" durchführen

sonst ist das öl nach dem wechsel durch das verbleibende restöl im kreislauf

schon gleich wieder schwarz http://shop.roguechopper.com/

Ölwechsel Motor die Xte


Geschrieben von blackwilli am 21.05.2014 um 17:43:

@paul_maus

Also in meinem Bekanntenkreis fährt der überwiegende Teil mit dem Mopped zur Arbeit und das sind in der Regel deutlich weniger, als 20-25 km, die eine Harley etwa braucht, um bei durchschnittlichen Außentemperaturen auf 80-90° Öltemperatur zu kommen.

Andererseits kommt der TC bei sommerlichen Temperaturen schon bei normaler Landstraßenfahrt locker auf 120° Öltemperatur. Am letzten WE hatte ich bei 15° Außentemperatur 110° Öltemperatur, und das bei lockerer Bundesstraßenfahrt in einer größeren Gruppe.


Geschrieben von moonlight am 21.05.2014 um 17:48:

hey folks

ja Ölwechsel Motor die Xte

da werden im forum in schnitt bikes der mindestens 15k bis 20k klasse bewegt und ohne mit der wimper zu zucken zahllose scheinchen für 'verbesserungen' ala kennzeichenstolperfalle oder traktorhinterreifen ausgegeben - aber beim öl....

das es mit filter für ein fuffziger gibt und in 15 min gewechselt ist und gleichzeitig den zentralsten baustein für ein langes motorradleben darstellt, kommen die leute auf die skurrilsten sparideen...


unglücklich unglücklich unglücklich

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Ich bin bekannt für meine Ironie. Aber auf den Gedanken, im Hafen von New York eine Freiheitsstatue zu errichten, wäre selbst ich nicht gekommen.(G B Shaw)


Geschrieben von paul_maus am 21.05.2014 um 18:56:

hi,

das mit dem Konsistenztest, der optischen Prüfung und ggfs. noch einem Geschmackstest wird wahrscheinlich nicht funktionieren. Im Grundsatz ist die Frage aber noch immer nicht beantwortet weshalb, wie im Video zu sehen, Fahrzeuge mit größeren Wechselintervallen bzw. beim Getriebe ganz ohne Ölwechsel auskommen.
Ich kann bei dem Frontalfilmchen keine Skurilität erkennen. Der "Ölpapst" erklärt dass heutige Öle deutliche längere Laufzeiten zulassen, weshalb also nicht im Moped?
Vom Getriebe ganz zu schweigen. Auch die Frage nach dem Sinn der unterschiedlichen Sorte Primärantrieb / Motor hat noch keiner beantwortet, in beiden Fällen wird eine Kette geschmiert, im Motor noch zusätzlich andere bewegliche Teile.

Gruß PM


Geschrieben von voni am 21.05.2014 um 19:59:

@PM,

probiers einfach aus und du wirst es selber sehen. Du kannst sogar hören, dass ein Motor mit neuerem Oel besser klingt als mit Oel welches schon 2 Jahre drin ist.

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Cheers
voni


Geschrieben von blackwilli am 21.05.2014 um 19:59:

Du erwartest jetzt aber nicht eine 90 Minuten-Vorlesung über Motoren-, Getriebe- und Kupplungstechnik, über Reibkräfte, Scherkräfte, Reibkennzahlen, und und und, um das absolut einsichtig rüber zu bringen. Denn danach sieht es aus, das dies nötig wäre. Oder möchtest Du nur eine Absolution, dass man die Ölwechsel einfach lassen kann. Augen rollen

Welche Ölsorten wo erforderlich sind, hängt schon von der Konstruktion der Bauteile ab. Will man für alle drei Baugruppen das gleiche Öl, muss das bei der Konstruktion berücksichtigt werden. Hat man getrennte Baugruppen und kann daher getrennte Öle verwenden, kann man bei der Konstruktion mehr auf die speziellen Anforderungen der Baugruppen eingehen.

Willst Du es ganz genau wissen, gibt es hervorragende Fachliteratur für den Bereich Motorenkonstruktion.

Und zu dem Ölpapst : Ich habe noch niemanden gesprochen, der vehement gegen die "häufigen" Ölwechsel andiskutiert hat und zusicherte, alle Kosten zu übernehmen, wenn es schief geht. fröhlich


Geschrieben von Guzzilla am 21.05.2014 um 20:05:

Habe beruflich öfter mit W....... zu tun gehabt. Bei Industrieanlagen ist die Aussage total anders.
Es wird das Öl hauptsächlich mit dem Massenspectrometer untersucht - " billig und schnell" und viel Papier was Laien verunsichert.

Denk doch mal nach - ein Motor mit über 200Tkm und dann 100Tkm ohne Ölwechsel, wieviel Lifetime Öl hat er nachgefüllt?

Für mich klingt das sehr nach Verschwörungtheorie.

Wenn wir Prüfstände für die Autohersteller bauen ist das Testöl häufig sehr sehr teuer, da natürlich versucht wird die inneren Verluste zu minimieren.


Ehrlich: der Harleymotor (luftgeküht) ist techn. "Aus dem letzten Jahrtausend" aber als Ing. Ist er für mich einfach schön und er sollte regelmäßig frisches Öl erhalten.

P.s meine Köwe bekommt alle 3000 km 4,5l SAE 50 Einbereichsöl - wie ne alte Harley

__________________
Hauptsache eine läuft!


Geschrieben von take.it.easy am 21.05.2014 um 20:25:

ich fahr auf meine HD jährlich weit über 10000 km, in der Saison, hab jetzt über 120000 km drauf ohne mängel, orginal dichtungen drin und brauch auf 2000 km 1 liter revtech,
wenn ich mir den jährlichen ölwechsel nich mehr leisten kann steig ich auf fahrrad um, es wird für soviel scheiße geld rausgehaun und dann anscheinend bei einigen am öl gespart,
ich würde auch kein bier trinken dann abreiern und dann das bier wieder trinken nur weil's mir nix kostet, ( NUR MEINE MEINUNG )
mfg


Geschrieben von Dakota am 21.05.2014 um 22:54:

Ich kann mir schon vorstellen das ein Diesel (der ja nicht so hoch dreht) länger mit dem Öl
fahren kann. Ich stimme meinem Vorredner (schreiber) in 100% zu.

__________________
Entweder er hat das Tourette-Syndrom, oder er ist einfach nur frech.


Geschrieben von Guzzilla am 21.05.2014 um 23:22:

Weiss bin Klugscheisser!

Diesel ist nicht optimal wg des Schwefelgehaltes. Auch die Nasskupplung der Harley belastet das Öl stark - besondere Belastung ist die Scherrspannung die ggf die additive zerstört.

Anderes Problem ist die Oxidation über die Zeit.

In Hydraulikanlagen kann das Öl durch aus 24.000 Std im Einsatz sein

- Temperatur nur von 40-65grad!
- filtration 3 üm
- Öl Volumen ca 4 mal Pumpenfördrung

__________________
Hauptsache eine läuft!


Geschrieben von NT-Tom am 21.05.2014 um 23:29:

Zitat von Guzzilla
Weiss bin Klugscheisser!

...auch die Nasskupplung der Harley belastet das Öl stark -

also die kupplung meiner softaitl läuft in seperatem primäröl großes Grinsen