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Geschrieben von Peer72 am 01.07.2026 um 08:26:

Hilfe gegen extremes wobbeln gesucht

Servus,ich fahr eine 18er Street Glide.
Bisher hatte ich mehr Probleme mit dem Motor da das Mapping nicht stimmte.
Jetzt wo der Motor richtig gut läuft, fallen mir andere Probleme auf, und zwar das Fahrwerk.

Leider stimmt da was bei der Kleinen überhaupt nicht. 
Alles >120km/h führt unweigerlich zum wobbeln (death wobbler).
Zumindest wenn man die Beschleunigung beendet.

Letztes Wochenende bin ich eine kleine Tour in den Voralpen gefahren und da viel mir auf, das auch in den Kurven das Fahrwerk sehr instabil ist.
Es wackelt und die kleinste Unebenheit in Schräglage führt auch zum wobbeln und das schon bei ~70km/h. 
So macht das eher Angst als Spaß, vor allem auf der Autobahn.

Ja, es ist eine 1HD1 und ja ich kenne die Bilder vom Vorschaden.
Der Rahmen wurde aber vermessen und ist OK.
Gelaufen ist sie jetzt ~22tkm (vermutlich) 

Jetzt zu meiner Frage:
Womit würdet ihr anfangen?
Gabelfedern, Federbeine hinten, Schwingenlager-Stabies von AlloyArt? 
Da ich fast ausschließlich alleine und mir leichtem Gepäck fahre, lohnt sich eine Nivomatic für mich nicht wirklich.
Auch PiggyPacks sind optisch nicht so mein Fall. 
​​​​​Schön wäre auch eine leichte Tieferlegung.
Alles natürlich mit Zulassung. 

Zum Thema Tieferlegung hätte ich da auch die nächste Frage.
Wenn es hinten runter geht, wird der Nachlauf vorne ja größer.
Was ja eigentlich den Geradeauslauf verbessern sollte.
Klar braucht man mehr kraft in den Kurven, aber hilft das auch gegen das Wobbeln? 

Vielen Dank für eure Hilfe.

Gruß Peer


Geschrieben von silent grey am 01.07.2026 um 09:21:

zum zitierten Beitrag Zitat von Peer72

…Ja, es ist eine 1HD1 und ja ich kenne die Bilder vom Vorschaden.
Der Rahmen wurde aber vermessen und ist OK.
Gelaufen ist sie jetzt ~22tkm (vermutlich)…

Moin,

woher stammt der Irrglaube, dass, wenn der Rahmen vermessen wurde, sämtliche weiteren eingebundenen Komponenten, die ein Motorrad fahrstabil und fahrsicher machen, auch in Ordnung sind 🤔 . Eine Vermessung mit Freigabe bestätigt lediglich, dass alle überprüften Kriterien im Rahmen der vom Hersteller vorgegebenen Toleranzen liegen, aber durchaus nicht mehr bei den werksseitig erzeugten.

Neben den Federungs-/Dämpfungselementen können auch die Lager von Lenkkopf und Rädern in Mitleidenschaft gezogen sein, insbesondere die Lagersitze im Lenkkopf. Auch die Befestigungskomponenten der Motor-/Getriebeeinheit (Rahmenaufnahmen, Lager des Querstabilisators) können bei Defekten (mit) ursächlich sein.

Fange mit einer eigenen Überprüfung vorrangig mit der Vorderradführung an, am besten beim Lenkkopf. Macht natürlich mit der Verkleidung eine Riesenbaustelle auf, hilft aber nun mal nix 🤷‍♂️

Nach abarbeiten jeder einzelnen Baustelle immer auf ein und derselben Referenzstrecke anschließend die Fahrerprobung durchführen. Bringt Dich ja keinen Schritt weiter, wenn alle möglichen Baustellen am Stück abgearbeitet werden, und nach der Fahrerprobung immer noch Fahrstabilitäts- oder -sicherheitsmängel bestehen bleiben und sie nicht eindeutig einer getätigten Maßnahme zuzuordnen sind.

Bei den/Für die Fahrwerkskomponenten greifst Du am besten auf Wilbers zurück, die bereiten Dir zauberhaft komfortable und fahrstabile Fahrwerskomponenten ganz nach Deinen Vorlieben und können auch individuell auf den (bei einem Tourer abartigen) Wunsch nach einer Tieferlegung eingehen.

Wobei ich aus eigener, sehr guter ErFahrung das NivomatKit wirklich empfehlen kann 👌💪

Darüber hinaus ist die Spanne vom mindestens 640er Road + Gabelfedern + Gabelöl + Simmeringe (erheblich geringeres Losbrechmoment als Original!) nicht mehr in ganz so weiter Ferne, zumal auch schon das Oktoberfestangebot (-10%) in greifbare Nähe rückt.

Frohes Schaffen und gutes Gelingen 👍

Gruß, silent

__________________
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Geschrieben von much2fast am 01.07.2026 um 09:24:

Hallo Peer,

ein wobbeln so wie du das beschreibst kenne ich von M8 Tourern nicht, das hatte ich bei meiner alten 2000er E-Glide und konnte es dort auch mit diversen Maßnahmen nicht gänzlich abstellen.

Da liegt irgendetwas im argen bei deinem Bike, das sollte nicht so sein aber wo anfangen ???

- Lenkkopflager leichtgängig und in Ordnung?
- Keine Schwergängigkeit im Lenkkopf durch falsch verlegte Kabelstränge?
- Defektes Schwingenlager mit zu viel Spiel oder Schwinge schwergängig (Lager defekt)?
- Radlager in Ordnung?
- Beide Federbeine gerade und in Ordnung?
- Ist die Schwinge gerade - also steht das Hinterrad lotrecht und in Flucht ausgerichtet?
- Laufen die Felgen rund ohne Seiten- oder Höhenschlag?
- Sind die Räder in "Spur" verbaut und und alle Spacer da wo sie sein sollen verbaut? 
- Gabel / Vorderrad verspannt eingebaut so das die Gabel sich beim ein- und ausfedern "verspannt"?
- Standrohre gerade und "unverspannt" in die Gabelbrücken geklemmt?
- Reifen ohne Auffälligkeiten (Schäden Karkasse vom Unfall?) und richtiger Luftdruck?

Ich würde wenn du die Möglichkeit hast das Bike unterm Rahnem stabil aufbocken, beide Räder und die Federbeine ausbauen, dann die o.g. Punkte alle mal prüfen.
Unter Umständen liegen da auch mehrere kleinere Problemchen vor, welche in Wechselwirkung miteinander das Fahrwerk in Resonanzschwingung bringen.

Von vermutlichen Verbesserungen in Form von Tieferlegung, zusätzliche Stabis oder neuen Federbeinen würde ich zunächst absehen, erst mal im Originalzustand prüfen ob alles ok ist.
Das Bike sollte auch im Originalzustand ordentlich geradeaus laufen.

Also erst mal penibel prüfen, messen, fühlen und in Augenschein nehmen wie z.B. Leichtgängigkeit Lenkkopf aufgebockt und ohne Rad, Leichtgängigkeit  und Spielfreiheit Schwinge ohne Rad und 
Federbeine, Motorrad lotrecht aufbocken und schauen ob die Schwinge gerade ist ....................... usw. 

Da sollte vielleicht die Ursache zu erörtern sein, vorausgesetzt der Rahmen ist wie von dir beschrieben vermessen, gerade und unbeschädigt.

Viel Erfolg und Grüße
Frank

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keep smilingsmile


Geschrieben von George am 01.07.2026 um 16:59:

Ich würde von "einfach" bis "kompliziert" vorgehen.

Vorne und hinten:
Reifendruck 
Unwucht 
Radlager 
Drehmoment Achsmuttern
Federbeine

Hinten:
Hinterrad Spureinstellung 

Vorne:
Gabelverspannung 
Lenkkopflager 
Füllstand Gabelholme

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When your chopper is broken you fix it. When you are broken your chopper fixes you.


Geschrieben von Peer72 am 01.07.2026 um 17:31:

Vielen Dank für schnellen Antworten. 
Hab die Kleine gerade mal vorne angehoben und musste feststellen, daßs das Lenkkopflager nicht wirklich leicht dreht. 
Vielleicht wollte man ja ein kaputtes Lager durch anziehen reparieren... 
Aber wackelt tut da nix auch nicht das Vorderrad. 
Das Rad läuft auch sehr ruhig und scheint keinen Schlag zu haben. 
Reifendruck hab ich auch kontrolliert. Vorne 2,5 hinten 2,7 Bar bei kalten Reifen. 

Alles was ich alleine testen kann werde ich noch probieren. Aber alles wo man eine dritte Hand braucht muss dann leider in die Werkstatt. 

Ich denke es kann nix schaden mal das Öl und die Gabelfedern und wahrscheinlich auch direkt das Lenkkopflager zu tauschen. 

Bitte trotzdem weiter Antworten falls noch jemand Tipps hat. 
Vielen Dank...

EDIT:
War noch mal ausprobieren 
Schwergängig ist vielleicht ein etwas zu starker Ausdruck. 
Wenn ich an der vordersten Stelle des Reifens versuch eine Lenkbewegung zu machen, braucht man schon Kraft. 
Am Lenkrad eher weniger. 
​​​​​
Kann denn ein zu festes Lenkkopflager zum Wobbeln führen?


Geschrieben von Moos am 01.07.2026 um 18:13:

Ein zu stramm eingestelltes LKL ist natürlich suboptimal.
Was hast Du für Rei9fen drauf und wie sehen die aus. Marke (Modell), Profiltiefe und Form, vor allem hinten.

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Moos

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