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Geschrieben von Flyman01gb am 18.06.2026 um 07:15:

Fliehkraftregler - Nocken richtig einsetzen

Hallo an Euch, ich bin neu hier im Forum. Ich habe eine XLCH von 73 übernommen und baue diese gerade wieder zusammen.Aktuell bin ich in den letzten Zügen und habe den Fliehkraftregler wieder gängig gemacht. Dieser lag lange Zeit in einer Kiste - Regler und Nocken getrennt. Jetzt habe ich beim gängig machen und Zusammenbau festgestellt, dass man den Nocken mit seinen Führungen in 2 Positionen jeweils um 90 Grad versetzt einsetzen kann. Macht natürlich mit Bezug auf den Zündzeitpunkt keinen Sinn. Nun weiß ich nicht, wie man den Nocken einsetzen muss und finde hierzu keine Markierung oder eine Erklärung. Ich hoffe hier kann mir jemand helfen.Leider habe ich über die Suche keine Antwort gefunden. Sorry, wenn das Thema schön öfter angefragt wurde.Vielen Dank & GrüßeSven


Geschrieben von Rainer C am 18.06.2026 um 09:29:

Moin,

Leider sind Zündkontakte und Fliehkraftregler etwas aus der Mode gekommen.
Du kannst ja die Kontaktöffnung mit der Zündzeitpunkt Makierung abgleichen
um die Richtige Postion der Kontaktnocke zu Überprüfen

__________________
Rainer
HD Softail 08


Geschrieben von Schimmy am 18.06.2026 um 09:43:

Moinsen @Flyman01gb ,

Wenn Du der englischen Sprache mächtig bist, ist diese Seite (⬅️ KLICK MICH) eine wahre Fundgrube an Informationen,
die die XL-Baureihe betreffen. Augenzwinkern

Greetz  Jo

__________________
Wenn man schon keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten Augenzwinkern

Stammtisch in Münster/NRW


Geschrieben von Tommel am 18.06.2026 um 12:41:

Sein Kübel ist von 73, nicht bis 72. Er sollte die Shovel BigTwin Zündung haben
Zwotens kann man den Nocken um 180 Grad versetzt einbauen, nicht 90

Drittens: Sollte genau das NICHT möglich sein da der Fleihkraftversteller einen Mini-Zapfen hat und dort muss die abgeflachte Seite des Nockens sein.
Auf deutsch: Ja, man kann den Nocken um 180 Grad verdreht einbauen aber der Nocken passt NUR in einer Position (zu erkennen daran das der Nocken bündig mit der Achse des Fliehkraftverstellers abschließt  = Schraube ! )
Vorderer Zylinder auf Frühzünd-Markierung, Nocken zeigt schon Richtung Unterbrecher, Nocken per Finger verdrehen, JETZT Zündung prüfen


Geschrieben von Tinnefou-jun am 18.06.2026 um 19:04:

zum zitierten Beitrag Zitat von Tommel


Drittens: Sollte genau das NICHT möglich sein da der Fleihkraftversteller einen Mini-Zapfen hat und dort muss die abgeflachte Seite des Nockens sein.

Der Mini-Zapfen ist ein kleiner Stift, der auch mal fehlen kann oder abgebrochen ist.
Es sollte aber zu sehen sein, wo er mal gesessen hat um die abgeflachte Stelle des Nockens entsprechend zu positionieren.


Geschrieben von Flyman01gb am 19.06.2026 um 06:40:

Hallo an Euch, vielen Dank für Eure Antworten. 

Ja, es ist die Shovel-Zündanlage. Ja - sorry - nicht 90 Grad sondern 180 Grad. Und ich hatte noch überlegt. :-)

Ich habe mir es noch einmal angeschaut. Der Nocken hat am unteren Ende ein abgeflachte Seite. auf dem Regler ist ein kleiner Stift angebracht, so dass die abgeflachte Seite des Nockens und der Stift auf dem Regler die Position vorgibt. So wie Tinnefpou-jun es beschreibt.

Danke noch einmal für Eure Hinweise und Links. Dann baue ich das mal zusammen. 

Jetzt noch eine Frage zur Einstellung der Zündung. Ich würde so vorgehen - an einer Stelle ist mir was unklar.

1. Unterbrecherabstand 0,45mm einstellen

vorderer Zylinder auf Kompression und OT ( ein Punkt-Markierung bei mir)
Unterbrecher sollte auf der höchsten Position auf dem Nocken sein
Unterbrecherabstand 0,45mm einstellen

Frage: Muss ich auch hier den Nocken gegen die Uhrzeigerrichtung drehen? Oder drehe ich bei OT einfach auf die höchste Position auf dem Nocken und stelle dann die 0,45mm ein?

2. Frühzündung einstellen
zurück auf die 45 Grad Kurbelwellenmarkierung (bei mir ein Strich)
dann den Nocken gegen die Uhrzeigerrichtung drehen und schauen ob die Prüflampe gerade so angeht

Vielen Dank für Eure Hinweise.


Geschrieben von Roller am 19.06.2026 um 12:52:

Nein,

zuerst bei beiden Nocken auf höchstem Punkt prüfen, ob die 0,45 mm erreicht werden und da nix "eiert".
Dann bei "OT" 1. Zylinder Grundplatte verdrehen, dass Kontakt soeben öffnet. ( Prüflampe)

N I C H T  Z U R Ü C K D R E H E N -  in Laufrichtung  45° Markierung  für 1. Zylinder im Schauloch einstellen
nun mit geeigneter Zange (bischen Iso Band drumwickeln)  den Nocken auf Frühverstellung bringen
jetzt soll die Prüflampe reagieren.

Die 45° sind nicht die Gewähr für optimalen Motorlauf, ggf. nach Probefahrt /  Kerzenbild an der Elektrode korrigieren

Gruß

__________________
If we were not crazy - we would all go insane..


Geschrieben von Tommel am 19.06.2026 um 13:37:

Im Prinzip habt ihr beide recht
Viele fallen auf den Bauch und kaufen sich entnervt eine elektronische Zündung weil sie einiges nicht beachtet haben

1. Unterbrecherabstand 0,45mm einstellen

Du musst nur den Motor drehen und NICHT auf irgendeine Markierung achten.
Jedesmal wenn der schmale und breite Nocken am Unterbrecher anliegt , Abstand prüfen und ggf einstellen
Schmaler Nocken = Vorderer Zylinder
Breiter Nocken = hinterer Zylinder

Oft … ist es so das sich der Kontaktabstand am schmalen Nocken vom breiten Nocken 
geringfügig unterscheitet, zB am schmalen Nocken hast du 0,45 und am breiten Nocken 0,50 oder umgekehrt
Viel mehr Unterschied sollte es nicht sein und hat verschieden Ursachen 
Dreh den Motor mehrfach durch und prüfe mehrfach den Abstand


2. Zündzeitpunkt einstellen

Generell: 

Man kann die Zündung auf OT stellen aber die halte ich für relativ ungenau.
Deshalb hier , die von dir schon angedeutete, Frühzündeinstellung

Der Nocken dreht sich gegen den Uhrzeigersinn
Zündgrundplatte im Uhrzeigersinn verdrehen = Frühzündung
Zündgrundplatte gegen Uhrzeigersinn verdrehen = Spätzündung

Den Motor immer nur in seiner natürlichen Drehbewegung drehen. Nicht zurückdrehen.
Bei zurückdrehen geht nix kaputt aber der Motor und seine 1000 Zahnräder müssen "auf Zug sein"

Falls du den Motor zurückdrehst … dann sollten das schon ca 20 Grad sein um erst danach wieder vorwärts zu drehen.
Wie gesagt: Die Zahnräder müssen "auf Zug sein"

--------------

Die Frühzündmarkierung auf der KW ist für den vorderen Zylinder (schmaler Nocken).
Du schiebst beide Stösselrohre (pushrod cover) am vorderen Zylinder hoch - drehst den Motor und beobachtest die Stösselstangen von Ein- und Auslass.
Motor drehen , beide Stangen gehen hoch und wieder runter. 

Wenn die Einlass-Stagne fast ganz unten ist musst du JETZT nach der Frühzündmarkierung auf der KW suchen (Motor noch ein wenig drehen)
Nur JETZT bist du im Kompressions-Takt und nur JETZT darf der schmale Nocken kurz vor dem Unterbrecher stehen
Steht der breite Nocken an stimmen die Steuerzeiten vom Motor nicht oder (auch schon erlebt) der Fliehkraftregler war falsch

Wenn die Markierung auf der KW passt, den Nocken ganz verdrehen und Zündzeitpunkt prüfen.
Hier empfehle ich dringend : 
Die Grundplatte während der Zündeinstellung immer nur in Richtung Frühzündung drehen (Uhrzeigersinn)
Kondensator raus und mit Taschentuch o.ä. abisolieren (wenn der Kondensator ab und zu auf masse kommt und doch nicht richtig und du die Zündung während der Einstellung einschaltest
können die hopps gehen IMHO)
Jetzt die Grundplatte leicht lösen und gegen den Uhrzeigersinn bis Anschlag verdrehen = volle Spätzündung
Nun den Nocken irgendwie verdrehen und gleichzeitig die Grundplatte im Uhrzeigersinn verdrehen bis die Lampe aus oder angeht (kommt drauf an wie du sie angeschlossen hast)

Oft ist es so … das die Grundplatte der Zündung zuviel laterales Spiel im Gehäuse hat.
Das ist China und doof weil nachdem du den Zündzeitpunkt eingestellt hast … hat sich der Kontaktabstand wieder verstellt.
Back to square 1

bei dem Wetterchen kann man schnell die Nerven verlieren, eine Fluppe zwischendurch hilft


Geschrieben von Flyman01gb am 19.06.2026 um 15:35:

Hallo an Euch, vielen Dank für Eure Erläuterungen. Das hilft sehr. Wichtige Punkte dabei gewesen. Dann werde ich mal morgen am Samstag loslegen. Perfekt und vielen Dank! Grüße Sven


Geschrieben von Tinnefou-jun am 19.06.2026 um 22:32:

Verschiedene Aufgaben beim Einstellen des ZZP löse ich ganz anders:
Stößelrohre öffne ich nicht, sondern drücke meinen Mittelfinger der Linken aufs Kerzengewinde des vorderen Zylinders während ich mit der Rechten das Hinterrad im letzten Getriebegang vorwärts drehe. Wenn ich Druck unterm Finger spüre und auch höre bin ich im Kompressionstakt und drehe weiter bis Zündmarkierung Kurbelwelle. Nun stell ich mir die Zündungsplatte so ein, das ich beim vollen öffnen des Fliehkraftreglers gerade so einen Zündfunken produzieren kann, ohne Lampe mit Kerzen in den Steckern, die Massekontakt haben müssen. Die Funken kann man sehen und hören. --fertig-- Die Zündung sollte nun 35° Frühzündung haben und nicht 45°
Die Zündung über OT-Markierung einzustellen halte ich für völlig sinnlos, weil man ja garantiert 5° zu spät ist.


Geschrieben von Roller am 19.06.2026 um 23:43:

Sprachlos 

@ Tim Kellner:  " I C H  K A N N   N I C H T   M  E H R  "

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