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Geschrieben von Bodo Biker am 08.02.2026 um 12:00:

Kupplungsverschleiß prüfen

Hallo in die Runde,

ich möchte das Thema Kupplung noch mal unter einem anderen Aspekt diskutieren. Bei meiner letzten Fahrt vor der Winterruhe ging an einer langgezogenen Berganfahrt die Drehzahl langsam hoch, ohne das eine weitere Beschleinigung spürbar war. Dampf ist genug da. Ergo rutschte vermutlich die Kupplung. Bei reichlich 160 Tkm könnte die auch verschlissen sein, so dass bloßes Nachstellen wie im anderen Beitrag bereits verlinkt, nicht wirklich hilft.

Welche Möglichkeiten gibt es, den Verschleiß der Kupplung zu prüfen, ohne dass ich den Primär dafür öffnen muss? (Also nur übers Derby Cover Zugang zur Kupplung.) Falls die Kupplung doch noch gut ist, würde ich gern auf den Aufwand und die Kosten verzichten. Ich hatte den Primär erst letztes Jahr wegen der Anlasserüberholung auf, hab da aber, weil es mitten in der Saison war, nicht daran gedacht, die Kupplung gleich mit zu bewerten. Manchmal ist man eben zu sehr auf ein Thema fokusiert.

VG Bodo

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Gewalt ist die Kapitulation des Geistes.


Geschrieben von *schibo am 08.02.2026 um 17:41:

RE: Kupplungsverschleiß prüfen

Hallo Bodo

Ohne den Primär zu öffnen wird wohl nix. Vielleicht kommt noch einer hier mit enem Trick.

Meine Kuplung ist nun schon seit 280Tkm drin und hat keinen nennenswerten Verschleiss.
Ab 230 Tkm sogar mit 100PS.


Geschrieben von Wombl am 09.02.2026 um 11:01:

RE: Kupplungsverschleiß prüfen

Ich weiß jetzt nicht was Du für ein Modell fährst,

aber falls Du ein 6 Gangmodell mit der grünen 6 in

der Anzeige hast, dann flackert diese 6 beim Beschleunigen 

im letzten Gang, sollte die Kupplung rutschen.

Flackert bzw. erlischt nix, greift sie und es ist Alles gut. 

Servus

Hubert


Geschrieben von Schraubnippel am 09.02.2026 um 16:53:

RE: Kupplungsverschleiß prüfen

ich würde meinen:  wenn die Einstellschraube die mit der Kontermutter an der Abschlußplatte der Kupplung

1/2 - 3/4 tel Umdrehung zurückgedreht ist und das Kupplungsseil ganz entspannt ist,(Einstellschraube ganz gelöst)

dürfte kein Druck auf der Kupplung sein.

In diesem Zustand ist die Kupplung richtig eingestellt und ein Durchdrehen bei Belastung nicht möglich,so sind auch die Reibscheiben in Ordnung,dreht der Motor bei dieser Einstellung aber trotzdem hoch,sind die Reibscheiben verschlissen.

Willst du es ganz genau wissen,müssen die Reibscheiben raus und die Dicke derselben gemessen werden.

Aber 160 000 km  spricht schon für Verschleiß,es kommt aber auch auf die Fahrweise an.

Jan.


Geschrieben von Karl H. am 10.02.2026 um 08:05:

RE: Kupplungsverschleiß prüfen

Jan hat‘s auf den Punkt grbracht! 

Tipp: Statt die Kontermutter an der Druckplatte zu lösen und die Einstellung der Madenschraube zu prüfen, greift man die Madenschraube mit den Fingern und prüft, ob die Druckplatte wackelt bzw. Spiel hat. Wenn ja, ist alles gut.

Gruß
Karl

Ich glaube nicht, dass ich mich irren kann. Denn als ich glaubte mich zu irren, hatte ich mich geirrt

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Gruß
Karl


Geschrieben von Wombl am 10.02.2026 um 10:49:

RE: Kupplungsverschleiß prüfen

Falls Bodo-biker die Leistung erhöht hat oder eben die Reibscheiben

verbraucht sind, ist es durchaus möglich, dass auch bei korrekt

eingestellter Kupplung die Reibscheiben rutschen !

Bei mir war dann die vorhandene Druckplatte zu schwach und musste

durch eine Stärkere ersetzt werden.

Bemerkt hatte ich das durch die flackernde grüne 6 in der Anzeige

Servus

Hubert


Geschrieben von Bodo Biker am 11.02.2026 um 07:48:

RE: Kupplungsverschleiß prüfen

Guten Morgen,

herzlichen Dank für Eure Überlegungen und Hinweise!

Zum Mopped: 2004 Softail mit Tuning (Mehr Infos stehen hier im Forum). Seit gut 60 Tkm ca. 90 PS und 125 Nm. Es gibt keine Anzeige, sondern nur Gehör und Popo-Meter. Völlig ausreichend. Wenn bei 140 km/h nichts mehr beschleunigt und der Motor hörbar hoch dreht, stimmt was nicht. Da der Zustand nicht dauerhaft auftritt, passt die grundsätzliche Konstruktion aus meiner Sicht. Das Primäröl kann einen Einfluss haben (Schreibt Revtech sogar auf seine Flaschen), passt aber aktuell.

Am Ende ist die wirtschaftlichste Methode, die klassische. Erst mal (wieder) korrekt ein- bzw. nachstellen und dann bei einer Probefahrt beobachten. Das geht halt nur in der Saison. Ich muss dann ggf. in der Saison die Kupplung erneuern. Meine Überlegung war, ob ich es jetzt in der Garage lösen könnte. Dazu bedarf es dann des finanziellen Mehraufwandes für das Öffnen und Schließen des Primärs.

Ich werde Variante 1 praktizieren.

VG Bodo

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