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Geschrieben von Wemser am 09.03.2025 um 00:23:

Bremsbelag hinten hat sich gelöst!

Hallo,

heute ist etwas relativ erschreckendes passiert.
Hatte auf der Hinterradbremse keinen Druck mehr. War kurz vor zu Hause. In der Einfahrt ein paarmal gepumpt und als ich dann absteige und mir das hinten anschaue stelle ich fest, dass sich der linke Bremsbelag - Gott weiß wie - gelöst hat und runterhängt bzw. sich durch mein Pumpen jetzt verkeilt hat.
Hab die Klötze im Herbst erneuert - soweit lief alles prima.
Wie kann das überhaupt passieren? Da ist ja der Befestigungsbolzen, an dem das Teil hängt und soweit ich weiß hinten eine Nase zur Befestigung.
Hab das jetzt noch nicht aufgemacht, aber hat vielleicht schon jemand von sowas gehört???
Selbst wenn ich das jetzt wieder zusammenbaue - das fährt auf jeden Fall im Hinterkopf mit.
Daher würde es helfen die Ursache zu kennen - ich kann ja nicht der Einzige sein, dem das je passiert ist(?)
Wüsste auch gar nicht, was ich da gross hätte falsch machen können beim Einbau?
Muss dazu sagen, dass ich die ganze Bremse auseinandergebaut hatte, weil die Bolzen festgeschmoddert waren. Aber das lief dann eine ganze Zeit lang alles wie gecremt.
Bitte um Rückantwort, das schöne Wetter naht und das macht mich echt nervös.
Danke Euch!!!


Geschrieben von Sedge1962 am 09.03.2025 um 09:45:

Du hast das ganze wohl nicht richtig und sorgfältig eingebaut. Vor allem erschreckt mich der Umstand dass du die Bremse erst komplett auseinander nehmen musstet,
weil scheinbar schon alles festgerostet ist. Ein Umstand der mir schon ein wenig zu denken gibt.
Wenn man nicht über das notwendige Wissen verfügt, sollte man solche Reparaturen besser in einer Werkstatt 
machen lassen. Ich habe das schon zig mal gemacht, so etwas hatte ich noch nie.
Bremsen können oftmals über ein Leben entscheiden. 
Also bitte Vorsicht.

Bitte verstehe meinen Beitrag nicht falsch, ich will hier nicht den Besserwisser, oder Oberlehrer spielen, aber 
Check das alles noch einmal sehr sorgfältig ab, bevor du damit weiterfährst.


Geschrieben von Casimir am 09.03.2025 um 09:50:

Moin,
gute Einstellung die Lösung zu finden. Bei Bremsen hört nämlich absolut der Spaß uff.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es die Konstruktion der Bremse ist, bleibt also nur ein Montagefehler, wobei auch das unvorstellbar ist.
Kann es sein, dass du die falschen Beläge verbaut hast?

Bilder wären gut um sich ein Bild zu machen.

__________________
Grüße, Tim

Have a nice fa(h)rt...

 


Geschrieben von Schimmy am 09.03.2025 um 10:02:

Moinsen,

Tja... Nach der Demontage der Bremszange wirst Du wohl erkennen können, ob Dein Problem auf einen Material-, oder
einen Montagefehler, oder um eine Kombination von Beidem zurück zu führen ist. Scheint, dass die "Nase" des Bremsklotzes
abgebrochen ist (der ist Dir beim Einbau nicht zufällig mal heruntergefallen ? ? ?).

zum zitierten Beitrag Zitat von Sedge1962
......
Vor allem erschreckt mich der Umstand dass du die Bremse erst komplett auseinander nehmen musstet,
weil scheinbar schon alles festgerostet ist.
......

Na ja... Da man "normalerweise" die hinteren Bremsbeläge nur alle paar Jahre wechseln muss und es auch Biker
geben soll, die auch bei Sch....-Wetter unterwegs sind, ist es nicht weiter verwunderlich, dass ein paar unbewegliche
Teile im Laufe der Zeit festgammeln können.

Greetz  Jo

__________________
Wenn man schon keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten Augenzwinkern

Stammtisch in Münster/NRW


Geschrieben von Wemser am 09.03.2025 um 10:17:

Hallo
Danke für die fixen Beiträge und Sedge, ich finds ok was Du schreibst, hast ja auch Recht und meinst es gut.

Hatte die Bremse auseinander, weil die fest war - schön mit blauer Bremsscheibe (Salatschüssel). In der Kolbenführung war schwarze, festgebackene Schmodder, die es schwergängig machte. Hab das gereinigt, alles zusammengebaut (mit den richtigen Belägen) und dann lief es auch 1000km oder so.

Hab gerade den Bremssattel demontiert: eine Sache sehe ich auf Anhieb: auf einer Seite ist die Feder verbogen - weiß aber nicht, ob das durch die Havarie entstanden ist oder mein Montagefehler war.
Wenn sich Letzteres bestätigen würde, dann wäre das ja fein: neue Feder (mach ich dann jetzt sowieso), zusammenbauen und fertig.
Die Nase vom Belag ist dran, der sieht auch ok aus.

Schaut bitte die Bilder an:
- von dem verkeilten Bremsbelag
- von der Bremse im Detail
- von der verbogenen Klammer.

Danke schonmal!


Geschrieben von Sedge1962 am 09.03.2025 um 10:22:

Schön dass du es mir nicht „krumm“ nimmst smile
Viele fühlen sich ja dann schnell in ihrer Schrauberehre gekränkt.
Aber es geht oft sehr schnell, man will fahren, man will schnell fertig werden,
und dann übersieht man schnell etwas, und so wie in deinem Fall handelt es sich wohl
um die krumme Feder, die zu diesem Fehler geführt hat.

PS: Bis jetzt noch keine Bilder zu sehen…..


Geschrieben von Wemser am 09.03.2025 um 10:24:

zum zitierten Beitrag Zitat von Wemser
Hallo
Danke für die fixen Beiträge und Sedge, ich finds ok was Du schreibst, hast ja auch Recht und meinst es gut.

Hatte die Bremse auseinander, weil die fest war - schön mit blauer Bremsscheibe (Salatschüssel). In der Kolbenführung war schwarze, festgebackene Schmodder, die es schwergängig machte. Hab das gereinigt, alles zusammengebaut (mit den richtigen Belägen) und dann lief es auch 1000km oder so.

Hab gerade den Bremssattel demontiert: eine Sache sehe ich auf Anhieb: auf einer Seite ist die Feder verbogen - weiß aber nicht, ob das durch die Havarie entstanden ist oder mein Montagefehler war.
Wenn sich Letzteres bestätigen würde, dann wäre das ja fein: neue Feder (mach ich dann jetzt sowieso), zusammenbauen und fertig.
Die Nase vom Belag ist dran, der sieht auch ok aus.

Schaut bitte die Bilder an:
- von dem verkeilten Bremsbelag
- von der Bremse im Detail
- von der verbogenen Klammer.

Danke schonmal!


Geschrieben von Wemser am 09.03.2025 um 10:25:

zum zitierten Beitrag Zitat von Sedge1962
Schön dass du es mir nicht „krumm“ nimmst smile
Viele fühlen sich ja dann schnell in ihrer Schrauberehre gekränkt.
Aber es geht oft sehr schnell, man will fahren, man will schnell fertig werden,
und dann übersieht man schnell etwas, und so wie in deinem Fall handelt es sich wohl
um die krumme Feder, die zu diesem Fehler geführt hat.

PS: Bis jetzt noch keine Bilder zu sehen…..

wenn ich oberschlau wäre und alles wüsste, dann müsste ich hier nicht fragen… 🤷‍♂️
Bin dankbar für Deine Unterstützung und die offene Kommunikation hier.


Geschrieben von Sedge1962 am 09.03.2025 um 10:31:

Das sieht sehr, sehr „verwegen“ aus.
Und diese Feder würde ich mal in die Gruppe einbaufehler zuordnen.
Also neue Feder, und alles nochmals von vorne. 
Dann sollte es klappen.
Und eine Kerze anzünden, dafür dass dir aufgrund dessen nix passiert ist.


Geschrieben von Wemser am 09.03.2025 um 10:44:

Ja das war auch verwegen: der Bremsklotz ist soweit umgeschlagen, dass er gegen die Nabe kam.

Wofür ist die Feder genau - was ist die Funktion?
Sicher, dass es daran gelegen haben sollte? (Nur für mein gutes Gefühl). Das die so nicht richtig ist, ist ja offensichtlich 😁


Geschrieben von Sedge1962 am 09.03.2025 um 10:53:

Das  Teil dient dazu, die Beläge weg von der Bremsscheibe zu halten solange nicht gebremst wird. Sind die äußeren abgewickelten Häkchen verbogen, ist dies nicht mehr der Fall.
Und ich glaube das ist und war der Grund für deine Panne.
Nennt sich übrigens Federblech 42347-08 BREMSSATTEL HINTEN


Geschrieben von Wemser am 09.03.2025 um 11:32:

Ja das wäre ja super, wenn es nur das ist.
Dann baue ich es wieder zusammen und dann geht’s weiter 👋


Geschrieben von Scirocco am 09.03.2025 um 12:24:

zum zitierten Beitrag Zitat von Sedge1962
Das  Teil dient dazu, die Beläge weg von der Bremsscheibe zu halten solange nicht gebremst wird. Sind die äußeren abgewickelten Häkchen verbogen, ist dies nicht mehr der Fall.
Und ich glaube das ist und war der Grund für deine Panne.
Nennt sich übrigens Federblech 42347-08 BREMSSATTEL HINTEN

Deine Ausage bzgl. des Federblechs ist falsch!!!
Es soll eine gewisse Vorspannung in Richtung Radnabe erzeugen damit die Bremsbeläge nicht klappern und immer form- und kraftschlüssig im Sattel und Verstiftung sitzen.
Für die Rückstellung ist ausschließlich die Freigängikeit der Bremskolben/Dichtungen im Sattel zuständig!


Geschrieben von Schimmy am 09.03.2025 um 12:25:

zum zitierten Beitrag Zitat von Sedge1962
Das Teil dient dazu, die Beläge weg von der Bremsscheibe zu halten solange nicht gebremst wird. Sind die äußeren abgewickelten Häkchen verbogen, ist dies nicht mehr der Fall.
Und ich glaube das ist und war der Grund für deine Panne.

Moinsen noch einmal,

Ääähhmmm.... der Sinn dieses Federblechs ist ein anderer. Im WHB wird das Teil als "Anti-Rattle-Spring" bezeichnet
und DAS trifft es wohl ein wenig genauer. Das Teil dient einzig und alleine dafür, dass die Bremsklötze sowohl beim
Bremsen, als auch wenn nicht gebremst wird in Position gehalten werden und nicht vor sich hin klappern. Dass DAS
ALLEINE der Grund für das Problem gewesen sein soll, halte ICH für wenig wahrscheinlich.
Überprüfe einmal anhand der Zeichnung, ob Du alles richtig zusammen gebaut hattest und ob kein Teil vergessen wurde.
(z.B. die Nr. 9)

Und: Auch wenn nicht gebremst wird, berühren die Bremsbeläge die Scheibe, wenngleich auch "nur" minimal. Augenzwinkern
zum zitierten Beitrag Zitat von Scirocco
Deine Ausage bzgl. des Federblechs ist falsch!!!
Es soll eine gewisse Vorspannung in Richtung Radnabe erzeugen damit die Bremsbeläge nicht klappern und immer form- und kraftschlüssig im Sattel und Verstiftung sitzen.
Für die Rückstellung ist ausschließlich die Freigängikeit der Bremskolben/Dichtungen im Sattel zuständig!

Mein Reden..... fröhlich

Greetz  Jo

__________________
Wenn man schon keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten Augenzwinkern

Stammtisch in Münster/NRW


Geschrieben von Sedge1962 am 09.03.2025 um 12:31:

zum zitierten Beitrag Zitat von Scirocco
zum zitierten Beitrag Zitat von Sedge1962
Das  Teil dient dazu, die Beläge weg von der Bremsscheibe zu halten solange nicht gebremst wird. Sind die äußeren abgewickelten Häkchen verbogen, ist dies nicht mehr der Fall.
Und ich glaube das ist und war der Grund für deine Panne.
Nennt sich übrigens Federblech 42347-08 BREMSSATTEL HINTEN

Deine Ausage bzgl. des Federblechs ist falsch!!!
Es soll eine gewisse Vorspannung in Richtung Radnabe erzeugen damit die Bremsbeläge nicht klappern und immer form- und kraftschlüssig im Sattel und Verstiftung sitzen.
Für die Rückstellung ist ausschließlich die Freigängikeit der Bremskolben/Dichtungen im Sattel zuständig!

also ich sehe es nicht so. Ich glaube eher dass dieses verbogene Federblech dazu geführt hat das die Rũckstellung nicht gut funktioniert hat. Ich weiß schon dass der Bremskolben dafür verantwortlich ist.